Fair-Play-Teams starten: Gutes Miteinander durchs Reden

Teams wieder in 17 Bezirken auf öffentlichen Plätzen unterwegs

Wien (OTS) - Mit dem Start der Outdoor-Saison, beginnt auch wieder die Arbeit der Fair-Play-Teams. Rund 50 geschulte MitarbeiterInnen sind ab nun wieder in 17 Bezirken Wiens auf Plätzen und in Parks unterwegs. Ihre Aufgabe ist es, "Durchs Reden" die Leute zusammenzubringen, auch wenn es manchmal sehr unterschiedliche Interessen gibt. Von Mai bis September gehen sie in den Abend- und Nachtstunden in Parks und auf öffentlichen Plätzen auf die Menschen zu und motivieren, miteinander zu reden und Konflikte im Alltag fair auszutragen.

Miteinander reden als Auslöser für gemeinsame kreative Projekte

Die Fair-Play-Teams werden von der Bevölkerung sehr gut aufgenommen, es gibt fast ausschließlich positive Kontakte. "Die Menschen sind dankbar dafür, dass jemand aktiv mit ihnen redet und sie bei der Lösung ihrer Probleme unterstützt", erklärt die Simmeringer Bezirksvorsteherin Renate Angerer. "Sowohl ParknutzerInnen als auch AnrainerInnen fühlen sich mit ihren Bedürfnissen wahrgenommen - das steigert ihre Zufriedenheit mit dem Lebensumfeld." In den letzten Jahren konnten gemeinsam mit der Bevölkerung bereits viele infrastrukturelle Veränderungen im Stadtteil angeregt, Konflikte bearbeitet und partizipative Projekte umgesetzt werden. So bemalten z.B. in Simmering 18 Erwachsene und 10 Kinder gemeinsam den Pavillon im Herderpark - den TeilnehmerInnen ist die Aktion in positiver Erinnerung und die ParknutzerInnen freuen sich über den schöneren Aufenthaltsort.

Zufriedenheit auf allen Seiten

"Ich freue mich, dass sich die Bevölkerung - wie man am Beispiel im Herderpark sieht - so aktiv beteiligt. Das verbessert ganz offensichtlich das Zusammenleben in den Parks. Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung der Fair-Play-Teams durch die Bezirke. Sie und unsere Team-MitarbeiterInnen tragen viel dazu bei, dass in den Wiener Parks das Bedürfnis der NutzerInnen nach Ruhe, Spielen, Sport und Kreativität gleichermaßen berücksichtigt wird", erklärt Jugend-und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch.
Durch den regelmäßigen Kontakt mit der Bezirksvorstehung und den KooperationspartnerInnen kann auch auf aktuelle Entwicklungen im Bezirk reagiert werden. Wichtige Schwerpunkte im 11. Bezirk sind der Herderpark, der Stadtpark Leberberg und weitere Orte sowie kleinere Parkanlagen im gesamten Bezirk. "Durch den Rückgang der Beschwerden sehen wir, dass die Arbeit des Fair-Play-Teams ein Erfolg ist und sich die Situation zum Beispiel bei Lärmbeschwerden verbessert hat, was uns auch der Bürgerdienst bestätigt", erläutert Bezirksvorsteherin Renate Angerer.
Mit über zwanzig Zielorten gehört der 11. Bezirk zu einem der größten Einsatzgebiete in Wien, daher waren die MitarbeiterInnen auch mit den Fahrrädern unterwegs.

Fair-Play: Service in vielen Bereichen

Wien weit hatten die MitarbeiterInnen der Fair-Play-Teams im Vorjahr bis zu 7.000 Kontakte pro Monat mit NutzerInnen von Parks und öffentlichen Plätzen, aus denen sich auch intensive Gespräche und Beteiligungsprojekte ergeben haben. Gemeinsam mit anderen AkteurInnen im Bezirk wurden diese von den Teams begleitet. Kinder, Jugendliche und Erwachsene nehmen die Fair Play-Teams ungefähr im gleichen Ausmaß in Anspruch - fast zwei Drittel der Personen, die sich an die Teams wenden, sind männlich.

In den Gesprächen mit den Fair-Play-MitarbeiterInnen werden oft sehr persönliche Anliegen vorgebracht, von Schwierigkeiten am Arbeitsplatz bis hin zu partnerschaftlichen Problemen. "Durch die kontinuierliche Anwesenheit der Teams im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen entstehen schnell gute Gesprächsbeziehungen. Diese ermöglichen es dann, gemeinsam mit NutzerInnen und AnrainerInnen Lösungen für konkrete Probleme zu erarbeiten", ist Julia Pollak, die Projektleiterin des Fair-Play-Teams bei Balu&Du, Verein zur Förderung von Kommunikation und Spiel, überzeugt.

Die Fair-Play-Teams konnten oftmals durch Vermittlung an entsprechende Angebote der Stadt Wien weiterhelfen und so die Eigeninitiative der Leute fördern. Die Kooperation mit den anderen Einrichtungen der Stadt wie der MA 42 - Wiener Gärten, den Wohnpartnern und der Wiener Jugendarbeit hat sich bewährt und trägt wesentlich zum Erfolg des Projektes bei.

"Es ist schön zu sehen, welche strukturellen und atmosphärischen Verbesserungen in Simmering durch das Engagement der Fair-Play-Team MitarbeiterInnen, die Ideen aus der Bevölkerung und die Unterstützung der KooperationspartnerInnen und des Bezirks möglich werden", freut sich Julia Pollak.

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