AK zur "Baustelle Finanzmarktreform": "Für Ordnung und Stabilität auf den Finanzmärkten sorgen"

Tag 3 der AK Woche der Finanzmarktreform: Regulierung bedeutet endlich auch dicke Bretter bohren

Wien (OTS) - Die Stabilisierung der Finanzmärkte ist leider auch fünf Jahre nach der Subprime-Krise eine einzige Baustelle. Nach der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 war der Tenor in der Europäischen Politik: Die Finanzmärkte müssten endlich stabilisiert und unter Kontrolle gebracht werden, eine solche Krise dürfe sich nicht wiederholen. Doch davon ist bislang noch zu wenig zu sehen: Die Baugruben wurden zwar ausgehoben, aber dicke Bretter wurden wahrlich nicht gebohrt - während jene, die die Krise verursacht haben, munter auf den anarchischen Finanzmärkten weiterspekulieren.

Die AK ExpertInnen für Finanzmärkte und Verteilungsgerechtigkeit, Michael Heiling, Susanne Wixforth und Sepp Zuckerstätter diskutieren mit Ihnen heute von 10.00 bis 11.30 auf www.facebook.com/arbeiterkammer, welche neuen Regeln und Kontrolle es für den Handel mit Finanzprodukten wie Derivaten braucht, was mit Leerverkäufen passieren soll und wie das neue Europäische Finanzaufsichtssystem aussehen sollte. Den Text zu dieser Baustelle finden Sie auf: http://wien.arbeiterkammer.at/finanzmarktreform

Denn es gibt zwar ein neues europäisches Aufsichtssystem für die Finanzmärkte, ungedeckte Leerverkäufe von Kreditversicherungen wurden verboten und dem EU-Gesetzgeber liegen Vorschläge zur Regulierung der Finanzmärkte vor. Allerdings: Wenn Hedgefonds weiterhin undurchsichtige Finanzprodukte verkaufen dürfen, wenn nationale Aufsichtsbehörden im globalen Markt der SpekulantInnen an die nationalen Grenzen stoßen und Gesetze immer noch auf Bewertungen von Ratingagenturen Bezug nehmen, gibt es offenbar zu wenig Kontrolle auf den Finanzmärkten. Der AK geht es darum, dass die Finanzmärkte wieder auf ihre dienende Rolle zurückgestuft werden und dass dafür gesorgt wird, dass den wirtschaftlichen Freiheiten einiger SpekulantInnen weniger Gewicht beigemessen wird als den Interessen der EU BürgerInnen, die die Kosten der Krise zu tragen hatten. Ein positives Beispiel dafür ist die Bankenabgabe, die seit Anfang 2011 in Österreich Realität ist. Nach diesem Teilbereich müssen aber weitere Schritte in Richtung Verursacherprinzip folgen.

Alle Infos zur AK Finanzmarkt-Woche zur Broschüre "Baustelle Finanzmarktreform. Fünf Wege zur Regulierung" auf einen Blick:
Mo, 7.5., Baustelle I - Schutz der KleinanlegerInnen und Bankkundlnnen
Di, 8.5., Baustelle II - Ein solider Bankensektor
Mi, 9.5., Baustelle III - Stabilisierung des Finanzmarktes
Do, 10.5., Baustelle IV - Marktordnung für die Finanzwirtschaft
Fr, 11.5., Baustelle V - Finanztransaktionssteuer
Diskussion jeweils ab 10.00 auf www.facebook.com/arbeiterkammer Texte zur Baustelle jeweils ab 8.00 auf:
http://wien.arbeiterkammer.at/finanzmarktreform

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Martina Madner
Tel.: +43-1 501 65-2151
martina.madner@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

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