Protestkundgebung von vida/GPA-djp bei Hotellerie-Fachmesse

Arbeitgeber sollen Leistungen der Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe endlich angemessen honorieren

Wien (OTS/ÖGB) - Im Rahmen einer Hotellerie-Fachmesse im Wiener
MAK haben die Gewerkschaften vida und GPA-djp heute Nachmittag eine Protest- und Informationsveranstaltung abgehalten. Anlass sind die stockenden Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe. "Nach drei Runden sind die Arbeitgeber noch immer nicht bereit, die Leistungen der Beschäftigten angemessen zu honorieren", kritisieren die Verhandlungsführer der Gewerkschaften vida und GPA-djp, Rudolf Komaromy und Alfred Gajdosik: "Wir fordern weiterhin einen Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt von 1.450 Euro brutto." ++++

"Aktuell liegen Mindestlohn bzw. Mindestgehalt bei 1.205 bzw. 1.208 Euro brutto monatlich, und das für gelernte Arbeitskräfte, die sich 365 Tage im Jahr unter oft schwierigen Bedingungen für den Erfolg der Branche einsetzen. Dieses Einkommen entspricht weder den erbrachten Leistungen, noch ist es möglich, davon vernünftig zu leben", so die beiden Gewerkschafter. "Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber lautet für heuer 1.250 Euro brutto, das entspricht netto einem Plus von 28 Euro und ist blanker Hohn. Wir fordern für die nächste Verhandlungsrunde am 24.Mai ein faires Angebot und keine Almosen mehr!"

Im Hotel- und Gastgewerbe sind rund 200.000 ArbeitnehmerInnen beschäftigt, davon rund 60 Prozent Frauen. "Trotz Vollzeitjob müssen derzeit viele ein Leben an der Armutsgrenze führen, obwohl die Branche über einen Rekord nach dem anderen jubelt", so Komaromy und Gajdosik. "Wir werden uns weiterhin für eine gerechte Entlohnung einsetzen, weitere Aktionen und Informationsveranstaltungen sind geplant."

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