Schwentner: Studiengebühren für Menschen aus Entwicklungsländern unzumutbar

Vollkommen falsches Signal an die ärmsten Länder der Welt

Wien (OTS) - "Universitäten weiterhin zu ermöglichen, Studiengebühren für Studierende aus Drittländern einzuführen, ist ein großer Fehler", stellt Judith Schwentner, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, fest. Vor allem Studierende aus Entwicklungsländern können sich dadurch ein Studium in Österreich nicht mehr leisten. Für begabte StudentInnen wird ein Studium in Österreich dadurch verunmöglicht. "Dabei wäre es entwicklungspolitisch äußerst wichtig, dass gut ausgebildete Menschen in ihre Heimatländern zurückkehren können und dort an Aufbau und besseren Lebensverhältnissen mitwirken", betont die Grüne.

"Entwicklungszusammenarbeit baut auf der Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Dafür braucht es solides Wissen. Wenn wir diese Menschen nicht mehr ausbilden, geht unsere allerwichtigste Ressource verloren", erklärt Schwentner. "Ich fordere Minister Töchterle dazu auf, das Chaos an den österreichischen Hochschulen zu beenden. Universitäre Autonomie sollte anders aussehen als soziale Unterschiede zwischen Studierenden zu verstärken!"

Aus entwicklungspolitischer Perspektive führe dies in die absolut falsche Richtung, so Schwentner weiter: "Auch bei Studierenden aus Drittstaaten darf nicht der finanzielle Hintergrund des Elternhauses darüber entscheiden, wer ein Hochschulstudium absolvieren kann. Gerade auf Grund des kümmerlichen Budgets für die Entwicklungszusammenarbeit ist das das vollkommen falsche Signal an die ärmsten Länder der Welt."

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