Nächste Niederlage für Bank der Immofinanz!

Wien (OTS) - Die ehemalige Constantia Privatbank, die jetzt Aviso Zeta heißt und der Immofinanz gehört, hat vor einigen Wochen eine "derbe Niederlage" erlitten und erstmals ein Verfahren verloren, bei dem sie nicht selbst beraten hat. Das Handelsgericht Wien hat festgestellt, dass sie für Fehlleistungen von AWD-Beratern haftet.

Heute Mittag hat es die nächste "Schlappe" vor dem Bezirksgericht für Handelssachen in Wien gegeben: eine damals 14-jährige Anlegerin kaufte 2004 um vom Taufpaten geschenkte EUR 6.000,00 Immofinanz-Aktien von der Constantia Privatbank, ihre Eltern unterschrieben den Kaufantrag. Die Bank wusste, dass entgegen dem Gesetz keine Genehmigung des Pflegschaftsgerichtes eingeholt wurde. Sie verweigert dennoch bis heute die Rückzahlung der von der Minderjährigen einkassierten Beträge. Begründet hat die Bank dies damit, dass die Eltern der Minderjährigen damals eine kleingedruckte Klausel unterschrieben hätten, wonach es sich um eine "Schenkung unter Auflage" handle.

Da selbst die Rechtsanwältin der Bank der Richterin weder erklären konnte, was dieser Begriff bedeutet noch welche Rechtsfolgen sich daraus ergeben, gab die Richterin heute Mittag dem Klagebegehren statt. Das Urteil wurde mündlich verkündet:

Die mittlerweile volljährige Anlegerin bekommt (nach acht Jahren) das vom Taufpaten geschenkte Geld zurück. Banken sollen eben (ohne Genehmigung des Gerichtes) keine Geschäfte mit Minderjährigen machen. Das hat sich hoffentlich jetzt auch zur Bank der Immofinanz AG durchgesprochen.

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