Cortolezis-Schlager ortet bei Experten mehr Gemeinsames als Trennendes im Hochschulbereich

ÖVP-Wissenschaftssprecherin zu Universitäten, Hochschulen und Erwachsenenbildung im Besonderen Ausschuss zum Volksbegehren Bildung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wenn ich mir die Sichtweise der Experten vergegenwärtige, dann gibt es mehr Gemeinsames als Trennendes", sagte heute, Montag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Besonderen Ausschusses zur Vorberatung des Volksbegehrens "Bildungsinitiative", bei der es am Nachmittag um die Universitäten, Hochschulen und Erwachsenenbildung ging. Sie verwies dabei unter anderem auf die positive Einstellung zur Autonomie. Es sei natürlich wichtig, dass der Staat die Rahmenbedingungen vorgebe. Dazu gehöre auch die Weiterentwicklung der Leistungsvereinbarungen. "Durch dieses Instrument geben wir den Hochschulen Freiraum, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben können." Wichtig sei es, mit der nächsten Leistungsvereinbarung einen gewaltigen Schritt weiterzukommen, um den Unis den nächsten Entwicklungsschritt zu Profilbildung zu ermöglichen.

Bewährt habe sich auch der Bereich der kompetitiven Forschung, nicht nur in Österreich, auch international. Im Vergleich zu unseren Nettozahlungen von 100 Prozent nehmen wir 130 Prozent über die EU-Forschungsmittel ein.

Klar von den Experten hervorgehoben wurde auch das Thema Zugangsmanagement. "Wenn wir wettbewerbsfähig sein wollen, kommen wir um das Thema nicht herum." Es gelte zu überlegen, welche Kapazitäten vorhanden seien, was welcher Bereich kostet und wie viele Studierende ein Studium auch studieren können. Ein Ausbau der Studienplätze und eine Erreichung der Akademikerquote von 40 Prozent bis 2020 sind als gemeinsames Ziel anzustreben.

Die Wissenschaftssprecherin wies zudem auf die in Österreich im internationalen Vergleich unterproportionalen Mittel von Privaten: 85 Prozent der Hochschulfinanzierung erfolge aus öffentlichen Mitteln. Gut sei aber ein kluger Mix aus öffentlichen und privaten Mitteln. Das von Wissenschaftsminister Töchterle vorgelegte sozial ausgewogene Studienbeitragsmodell sehe beispielsweise eine maßvolle Einhebung von Studienbeiträgen vor und würde 500 Millionen Euro bringen - also die Hälfte der Hochschulmilliarde, rechnete Cortolezis-Schlager vor.

Österreichs Universitätslandschaft zeichne viel Positives aus. Unter allen EU-Rankings liege Österreich unter den vier bis fünf Top-Ländern. "Österreichs Universitäten haben in der Vergangenheit ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte gut vorzubereiten", schloss die ÖVP-Wissenschaftssprecherin. (Schluss)

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