Glawischnig erfreut über "Befreiungsfeier" zum 8. Mai im Bundeskanzleramt

Trotzdem weiterhin gravierende Widersprüche in Österreichs Umgang mit Vergangenheit

Wien (OTS) - Erstmalig findet am 8. Mai im Bundeskanzleramt eine Veranstaltung zum Gedenken an die Befreiung vom Nationalsozialismus und an die Beendigung des 2. Weltkrieges statt. "Das ist ein Fortschritt für den der Republik mit seiner Vergangenheit. Glawischnig: "Ich haben mich immer gewundert, wie das offizielle Österreich seine Wiedererrichtung am 27. April feiern kann, ohne die militärische Befreiung am 8. Mai zu würdigen. Das Bewusstsein der Regierung hat sich in diesem Punkt offenbar weiterentwickelt. Das ist erfreulich."

Dieses neue Bild der Republik muss sich aber sonst manifestieren -in den Köpfen, auf öffentlichen Plätzen, in den Geschichtsbüchern -und natürlich in der Krypta am Heldenplatz, die nicht mehr zeitgemäß ist. Dort sind in Totenbüchern hunderte Namen von gefallenen Soldaten der SS und Waffen-SS aufgeführt. "Ob nun fanatisch und freiwillig oder teils gezwungen: Ihnen gebührt kein Platz in der zentralen Österreichischen Gedenkstätte unter dem Kranz des Bundeskanzlers!" Noch dazu, wo Bundespräsident und Kanzler die Krypta regelmäßig mit Staatsgästen besucht. "Wenn der Bundeskanzler es ernst meint, lässt er heuer als ersten Schritt zumindest morgen, wenn wieder Burschenschafter davor aufmarschieren, seinen Kranz in der Krypta als Zeichen des Widerstands gegen den Burschenschafteraufmarsch abnehmen."

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