Cortolezis-Schlager: Bei Debatte um Pädagogen/-innen-Ausbildung ist das Gemeinsame in den Mittelpunkt zu stellen

ÖVP-Wissenschaftssprecherin zur Pädagogen/-innen-Ausbildung im Besonderen Ausschuss zum Volksbegehren Bildung: "Jetzt den Sack zumachen"

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Es ist höchst an der Zeit, den Sack zuzumachen. Das ist das Ziel, das sich alle hier gemeinsam vorgenommen haben. Die Debatte um die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen eignet sich nicht, ideologische Differenzen auszutragen. Das Gemeinsame gehört noch viel stärker in den Mittelpunkt gestellt." Das sagte heute, Montag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Abg. Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Besonderen Ausschusses zur Vorberatung des Volksbegehrens "Bildungsinitiative", bei der es am Vormittag um die Pädagogen/-innen-Ausbildung ging.

"Wir alle wollen, dass die Qualität der Ausbildung - angefangen von der Frühkindpädagogik bis zur Erwachsenenbildung - gesteigert wird. Wichtig ist dabei, auch das Konzept des Lebenslangen Lernens in die Erstausbildung zu verankern. Schon im Kindergarten entscheidet sich, ob Kinder ein Leben lang gerne lernen oder nicht."

Dabei ist die Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen Bildungsinstitutionen (Höhere Schulen, Universitäten, Pädagogische Hochschulen und Fachhochschulen) für die ÖVP-Wissenschaftssprecherin ein erklärtes Ziel. Weiterer wichtiger Aspekt sei die Autonomie der Hochschulen. "Je mehr Autonomie gegeben ist, umso besser können regionale Schwerpunkte und Kooperationen ermöglicht werden." Orientierung am Ziel laute die Devise. Notwendig sei zudem eine starke Verzahnung aus forschungsgeleiteter Lehre und beruflicher Praxis.

Cortolezis-Schlager verwies zudem auf das unterschiedliche Auswahlverfahren an den Pädagogischen Hochschulen und Universitäten. "Es kann nicht sein, dass jemand, der bei einer Pädagogischen Hochschule abgelehnt wird, dann das Recht auf einen Studienplatz für ein Lehramt an einer Universität hat", fordert die ÖVP-Wissenschaftssprecherin einheitliche Zugangsbestimmungen für alle Studierenden.

Ein weiterer Diskussionspunkt sei die rasche Nachschulung von Pädagogen/-innen. So stelle sich die Frage, ob man eine/n Frühkindpädagogen/in zusätzlich mit Englisch oder eine/n Englisch-Lehrer/-in zusätzlich für Frühkindpädagogik ausbilde. Ähnlich verhalte es sich mit Musik- oder Sportlehrer/-innen. Hier soll die individuelle Kompetenz und Erfahrung und die fachlich erforderliche Qualifikation und Kompetenz künftig im Vordergrund stehen.

"Wir brauchen beste Qualität - das gilt sowohl für Fach- und Bildungswissenschaft, (Fach)-didaktik und Praxis, als auch für die Anbindung der Erwachsenenbildung an die Wissenschaft." Die Universitäten müssten daher in der Pädagogen/-innenausbildung eine zentrale Rolle in der "Steuerung" übernehmen. "Die Zukunft des Berufsbilds muss künftig stärker mit der Wissenschaft und Praxis verknüpft werden", schloss Cortolezis-Schlager.
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