Europafest in 150 Städten: Christen für besseres Miteinander

Buntes Fest für Europa u.a. am 12. Mai auf dem Wiener Stephansplatz mit politischen, kulturellen und spirituellen Akzenten - Der Initiative "Miteinander für Europa" gehören 180 christliche Bewegungen an

Wien, 07.05.12 (KAP) Für eine neue europäische Kultur der Solidarität, des Lebens und des Friedens wollen sich am kommenden Samstag, 12. Mai, eine große Zahl christlicher Erneuerungsbewegungen in 150 europäischen Städten stark machen und ein Zeichen setzen. Das zentrale "Europafest" findet in Brüssel statt, parallel dazu laden kirchliche Erneuerungsbewegungen in vielen Ländern zu Veranstaltungen. Hinter der Initiative steht "Miteinander für Europa", ein Netzwerk christlicher Erneuerungsbewegungen und Gemeinschaften. Der Wiener Stephansplatz ist am 12. Mai ab 13.30 Uhr Schauplatz des heimischen "Europafestes". Aber auch in Graz und Innsbruck finden Veranstaltungen" statt.

"Wir wollen in die europäische Vielfalt unsere christlichen Wurzeln einbringen", so der lutherische Altbischof Herwig Sturm im Rahmen einer Pressekonferenz am Montag in Wien. Es gehe um die Erinnerung an die christlichen Wurzeln der EU und die Stärkung von Demokratie, Vielfalt und Solidarität heute. Sturm, lange Jahre Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), vertritt diesen im Vorbereitungskomitee des Wiener Festes.

Gerade die vielen christlichen Erneuerungsbewegungen würden an der Trennung der christlichen Kirchen besonders leiden, sagte Beate Zimmermann vom "Forum Erneuerungsbewegungen" der Erzdiözese Wien. Viele Bewegungen seien zudem über den gesamten Kontinent verbreitet und wollten sich gemeinsam für die Menschen in Europa einsetzen.

Wie Diakon Johannes Fichtenbauer von der ökumenischen Plattform "Runder Tisch Österreich" sagte, brauche es für eine neue europäische Kultur der Solidarität mehr Verständnis für die Not jedes einzelnen. "Als Christen müssen wir unabhängig von allen politischen oder wirtschaftlichen Überlegungen den Blick auf jeden einzelnen Menschen richten; auf Familien, die in die Armutsfalle geraten sind; auf Menschen, die ihre Arbeit verloren haben". Das gelte besonders auch im Blick auf Griechenland, so Fichtenbauer:
"Das soziale Netz für den Einzelnen darf nicht zerreißen."

Auf dem Wiener Stephansplatz ist ein buntes Programm mit politischen, kulturellen und spirituellen Akzenten geplant. Für den Auftakt sorgen ab 13.30 Uhr Dompfarrer Toni Faber und Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel, eingespielt werden Interviews mit österreichischen EU-Parlamentariern wie Otmar Karas und Ulrike Lunacek sowie mit Richard Kühnel, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Wien. Engagierte Christen sprechen ab 14 Uhr Bekenntnisse zu Ehe und Familie, sagen "Ja zum Leben", zu einer solidarisch gestalteten Wirtschaft und werben für eine "Kultur des Friedens" auch im Umgang mit der Schöpfung. Musik, Gebet und eine Agape mit Brot und Getränken ergänzen das Programm.

Um 17 Uhr wird im Stephansdom eine Live-Zuspielung des Europafestes aus Brüssel übertragen. In der belgischen Hauptstadt ergreifen u.a. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy, der italienische Minister und Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Andrea Riccardi, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission, Romano Prodi, und die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, das Wort.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gpu/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001