SOS Mitmensch: Heldenplatz darf kein Platz mehr für Nazi-Nostalgiker sein

Krypta am Heldenplatz gehört umgestaltet

Wien (OTS) - SOS Mitmensch fordert die vorübergehende Schließung und Umgestaltung des Gedenkraums am Heldenplatz. Es darf im Herzen der Republik keinen Pilgerort mehr für Ewiggestrige geben. Die Krypta muss zu einem würdigen Gedenkort für DemokratInnen umgebaut werden. Dazu gehört auch, dass der Wehrmachtsboykotteure gedacht wird.

Am 8. Mai findet jährlich ein Fackelzug deutschnationaler Burschenschaften zur Krypta sowie eine Kranzniederlegung statt. Die Gestaltung der Krypta leistet dabei ewiggestrigen Geschichtsbildern Vorschub: In den in der Krypta ausgestellten Gedenkbücher mit den Namen der Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs finden sich auch die Namen von Angehörigen der SS. Im Zentrum der Krypta befindet sich die Skulptur des unbekannten Soldaten von Bildhauer Wilhelm Frass - im "Völkischen Beobachter" (25./26.12.1938) rühmt sich der illegale Nationalsozialist Frass, im Sockel des Denkmals eine Kapsel mit NS-Parolen verborgen zu haben.

"Es ist eine Schande, dass Gedenkorte im Herzen der Republik noch immer so gestaltet sind, dass sie von alten und neuen Nazis als Pilgerort missbraucht werden können. Für Menschen, die auch noch im 21. Jahrhundert nicht verstanden haben, dass die Niederlage der Nazis unser aller Sieg war, darf es keine attraktiven Versammlungsorte mehr geben. Die Krypta ist in ihrem jetzigen Zustand unvereinbar mit den Prinzipien eines auf den Menschenrechten aufbauenden, demokratischen Österreich", betont der Sprecher von SOS Mitmensch, Alexander Pollak, der dazu aufruft, am 8. Mai an der Festveranstaltung des demokratischen Österreichs zum Tag der Befreiung teilzunehmen.

Mehr Informationen zu den Befreiungsfeierlichkeiten am Heldenplatz finden Sie hier: http://www.jetztzeichensetzen.at/

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