LR Ragger: Klare Regeln für Offensive betreubares Wohnen

Vorrang für Personen über 60 -"Es dürfen keine versteckten Pflegeheime entstehen!"

Klagenfurt (OTS) - Wohn- und Sozialpolitik sinnvoll verbinden.
Darum bemüht sich LR Christian Ragger, der seine fachliche Zuständigkeit für beide Ressorts u.a. dafür nutzt, um eine wichtige neue Versorgungsform in der Betreuung von Senioren, das "betreubare Wohnen", optimal vorbereitet auf den Weg zu bringen. Er legt der Kärntner Landesregierung in ihrer nächsten Sitzung am Dienstag einen Bericht darüber vor, unter welchen Rahmenbedingungen das betreubare Wohnen kärntenweit etabliert wird.
Die entscheidende Aufgabe lautet, älteren oder beeinträchtigten Menschen größtmögliche Selbständigkeit zu ermöglichen. Dafür benötigt man barrierefreie und behindertengerecht ausgestattete Wohnungen. Der Großteil der zukünftigen Projekte im sozialen Wohnbau, welche die Landesregierung landesweit in den nächsten Jahren fördert, wird solche Einheiten enthalten. Sie ermöglichen Senioren einen möglichst langen Verbleib in ihrer gewohnten Umgebung.

Zu diesem Zweck ist es auch nötig, darauf zu achten, dass die Wohnungen auch tatsächlich für die Betroffenen "reserviert" werden. Ragger will folgenden Interessenten einen Vorrang einräumen: Personen mit den Pflegestufen 1 - 3, wenn der Wille besteht, selbstständig zu wohnen; allen über 60 und allen, die eine körperliche Beeinträchtigung (Behinderteneinstufung durch Bundessozialamt haben. Das Ziel lautet Personen mit den Pflegestufen 0-3 ein selbständiges Wohnen mit gesellschaftlichem Anschluss und mit einem Pflege-"Sicherheitsnetz" zu bieten. In diesem Rahmen können es sich die Betroffenen aussuchen, wann sie sich in die Privatheit der eigenen Wohnung zurückziehen und wann sie die Gemeinsamkeit mit anderen Senioren suchen. Die Basis dafür sind: Leistbare Mietwohnungen mit einer geregelten Betreuung, die im Wesentlichen Dienstleistungen umfasst, die früher durch eine Großfamilie abgedeckt worden sind.
Der entscheidende Faktor für das Gelingen dieser Modelle sind soziale Fachkräfte, welche regelmäßig Kontakt mit den Senioren halten und sie bei der Organisation ihres Haushaltes unterstützen.

Der Hausmeister der Vergangenheit feiert in einer neuen aufgewerteten Form als fachkundigerAlltagsmanager sein Comeback.
Seine (ihre) Aufgabe ist es, den Bewohnern bei der Bewältigung des Alltages zu helfen. Befinden sich die betreubaren Wohneinheiten in der Nähe eines Pflegeheimes, wird dieses den Alltagsmanager bereitstellen. Andernorts wird ein mobiler Pflegedienst diese Aufgabe übernehmen.
"Entscheidend ist, dass es eine klare Trennung zwischen Vermieter und betreuung der Senioren gibt. "Es darf auf keinem Fall passieren, dass betreubare Wohnungen zu einem versteckten Pflegeheim umfunktioniert werden. Das Land übernimmt daher den Großteil der Kosten der Alltagsmanager und übt damit auch eine geisse Kontrolle aus", betont Ragger, der den integrativen Charakter dieser Versorgunghervorhebt. Betreubare Einheiten sollten immer in Kombination mit anderen Wohnungen entstehen, damit es auch zu einer Durchmischung von jung und alt kommt.

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