"Thema" am 7. Mai: Mysteriöser Tod eines Libyers in Wien

Außerdem: Life-Ball-Projekte in Sansibar: Hoffnung für HIV-positive Menschen

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 7. Mai 2012, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Mysteriöser Tod eines Libyers in Wien

Ein Mann in Sakko, Jeans und schwarzen Schuhen treibt am Sonntagmorgen tot in der Neuen Donau in Wien. Es ist Shukri Ghanem, Libyens Ex-Premierminister. Er war verantwortlich für die Öl-Milliarden der staatlichen Ölgesellschaft, ein Mann aus dem innersten Machtkreis der Gaddafi-Diktatur. Während der Revolution hatte Ghanem Libyen verlassen und dem Gaddafi-Clan den Rücken gekehrt. Ist ihm das zum Verhängnis geworden? War es Mord oder doch ein Unfall, wie Ghanems Familie meint? Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Gerhard Tuschla recherchiert die Hintergründe in Libyen, Susanna Zaradic, Zoran Dobric und Oliver Rubenthaler verfolgen die Spuren des Libyers in Wien.

Sklavenarbeit - angestellt im Diplomatenhaushalt

"Wir Hausangestellte hatten keine Rechte, ich nicht einmal ein eigenes Bett", sagt Lelibith Siena Torres, eine Philippinin, die mit einem saudischen Diplomaten als seine Angestellte nach Wien gekommen ist. Drei Jahre lang hat die 36-Jährige in seiner Villa unter "unmenschlichen Bedingungen" gearbeitet. Bis zu 24 Stunden am Tag, ohne Freizeit und ohne Ausgang. Dann wagte sie die Flucht und eine Anzeige. Doch alle Gerichtsverfahren ruhen bisher, denn der saudische Diplomat und OPEC-Bedienstete genießt Immunität. Die Arbeiterkammer und die Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels kämpfen bisher vergeblich um eine Entschädigung für Lelibith Siena Torres. 14 weitere Fälle sind bekannt. Franz Normann berichtet über den Leidensweg einer Hausangestellten.

Adoption: "Echte" Mütter oder nicht?

"Als ich ins Krankenhaus kam und meine Tochter zum ersten Mal sah, dachte ich mir sofort wie jede andere Mutter: Sie ist die Hübscheste von allen", sagt Doris Haidvogl, die mit ihrem Mann in Wien zwei Mädchen adoptiert hat. Vor dem Muttertag besucht "Thema" Frauen, die ihren Kinderwunsch durch Adoption erfüllt haben. Ist dieses Muttersein anders? Was macht den Unterschied zu leiblichen Müttern aus? Gibt es andere Sorgen? Mit der Frage nach den Wurzeln, mit Rebellion und Ablehnung in der Pubertät müssen fast alle Adoptiveltern rechnen. Maria Jonas kennt die andere Seite. Die pensionierte Politikerin hat vor 50 Jahren ihren leiblichen Sohn zur Adoption freigegeben. Eva Kordesch hat sie besucht und mit Adoptivmüttern über die Höhen und Tiefen des Familienlebens gesprochen.

Life-Ball-Projekte in Sansibar: Hoffnung für HIV-positive Menschen

"Als ich erfahren habe, dass ich HIV-positiv bin, habe ich gedacht, mein Leben ist zu Ende", sagt Kito aus Sansibar, aber es hat sich etwas geändert: "Heute lebe ich mit meiner Frau auf einer Farm und ich kann arbeiten." Auf den ersten Blick ist die ostafrikanische Insel Sansibar ein Urlaubsparadies. Und doch zählt Sansibar zu den 25 ärmsten Ländern der Welt. Vor dem Life Ball am 19. Mai im Wiener Rathaus - ORF 2 überträgt live ab 20.15 Uhr, 3sat überträgt live-zeitversetzt ab 22.40 Uhr - hat Schirmherr Gery Keszler Hilfsprojekte in Sansibar besucht. 700.000 Euro hat der Life Ball gemeinsam mit der Gesundheitsorganisation CHAI, gegründet vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, dort investiert. "Heute muss kein Kind mehr mit einer HIV-Infektion geboren werden. Doch nicht jedes Land hat die Medikamente, um das zu ermöglichen", sagt Bill Clinton im "Thema"-Exklusivinterview. Genau da setzen die Projekte des Life Ball an, berichtet Gudrun Kampelmüller aus Afrika.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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