Graf: Fußball-EM für Dialog statt für Verweigerung nützen!

Boykott eines völkerverbindenden Sportereignisses völlig kontraproduktiv

Wien (OTS) - Der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ) kritisiert den Boykott der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine durch die EU-Kommission und heimische Spitzenpolitiker. "Es ist ein grundfalsches Signal, sich dem Dialog mit der Ukraine zu verweigern, anstatt ihn anlässlich dieses sportlichen Großereignisses zu suchen. Gerade der Sport hat immer wieder völkerverbindenden Charakter bewiesen. Die Haltung der EU erinnert daher an Zeiten des Kalten Krieges, als die widerstrebenden Machtblöcke einander mit Boykott von Sportveranstaltungen begegneten", stellt Graf fest.

Es sei durchaus zulässig, das Urteil wie auch die Haftbedingungen im Fall Timoschenko zu kritisieren. Dafür gebe es allerdings geeignetere Wege als den EM-Boykott. "Die empörten Aussagen viele Politiker in Österreich und anderen EU-Staaten sind blanker Populismus", so Graf. Der Boykott der Spiele bewirke nicht mehr als eine Verhärtung der Fronten und diene daher schon gar nicht den Interessen der inhaftierten ehemaligen Ministerpräsidentin.

Zu bedenken gibt Graf auch, dass Timoschenko konkrete strafbare Handlungen zur Last gelegt werden, die Korruption im großen Stil darstellen. "Gerade in Österreich, das sich derzeit selbst intensiv mit Korruption und deren besserer Bekämpfung auseinander setzt, sollte man daher besonders vorsichtig sein, ein entsprechendes Urteil in einem anderen Staat zu verdammen", erklärt der Dritte Nationalratspräsident.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0008