Auer: Abgestuften Bevölkerungsschlüssel endlich beseitigen

Bauernbund-Präsident ruft im Pinzgau neue Politik für Landgemeinden aus

Wien (OTS) - "Ländliche Gemeinden sind von Abwanderung betroffen, die städtischen Kommunen erleben hingegen einen starken Zuzug. Das ist seit Jahren der Trend und darauf müssen wir reagieren. Wir brauchen eine neue, starke Politik für die ländlichen Regionen Österreichs", betonte Bauernbund-Präsident Jakob Auer gestern Abend vor rund 120 Pinzgauer Bäuerinnen und Bauern in Saalfelden. Gerade auch der Pinzgau hat unter dem starken Bevölkerungsrückgang zu leiden: Laut Prognose der ÖROK wird allein im Bezirk Zell am See die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (20 bis 64 Jahre) um 13,3% abnehmen. In einigen Seitentälern wird dieser Wert noch deutlich höher liegen. Da die Gesamtbevölkerung mit 99,1% stabil bleibt, kommt es automatisch zu einer massiven Überalterung.

Qualifizierte Beschäftigungsmöglichkeit ist A&O am Land

"Der abgestufte Bevölkerungsschlüssel beim Finanzausgleich gehört endlich abgeschafft", erneuert der Bauernbund-Präsident eine zentrale Forderung. Dazu brauche es nicht nur Perspektiven, sondern auch konkrete politische Lenkung. "Dass es vielerorts auch gelingt, das Ruder herumzureißen, zeigen florierende Kommunen, die es geschafft haben, eine wirtschaftliche Dynamik in Gang zu setzen. Viele Gemeinden können der Ausdünnung Einhalt gebieten, indem beispielsweise zeitgerecht Bauland zur Verfügung gestellt wird", erklärte Auer. Ein Ort könne nur durch Infrastruktur, durch Gasthäuser, durch niedergelassene Ärzte und durch Nahversorgung punkten.

"Für junge Menschen ist ein Dorf, in dem man nichts veranstalten kann, nicht attraktiv", will Auer vor allem den Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben wissen. "Nur wenn Nahversorgung, Postamt und moderne Kommunikation funktionieren und junge Gemeindebürger am Land nicht nur qualifizierte Beschäftigungsmöglichkeiten, sondern auch leistbaren Wohnraum finden, werden sie gerne bleiben und Menschen aus den Ballungsräumen aufs Land ziehen wollen", hielt der Bauernbund-Präsident beim Pinzgauer Bauerntag fest. (Schluss)

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