FP-Vilimsky: "Guter" Türkei-Funktionär wegen Gewaltverbrechens verurteilt

Medien sollen nicht Scheinheiligkeit durch Intransparenz unterstützen

Wien (OTS) - Am 21. September 2011 sprach FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky in einem Interview mit der "Presse" Klartext in Sachen Integration, wofür die "UETD" in aggressiver Weise eine "Entschuldigung" forderte. Die UETD steht dem islamistischen und nationalistischen türkischen Ministerpräsidenten Erdogan sehr nahe. Ihr Kürzel steht für "Union Europäisch Türkischer Demokraten". Auf ihrer Internetseite heißt es dazu überdies: "Wir handeln in unseren Aktivitäten nach folgenden Prinzipien: Unabhängigkeit - Einheit -Taktgefühl - Dialog".

Als Vilimsky darauf hinwies, wie UETD-Vizepräsident Sami Akpinar als "ethnischer Beauftragter" der Wirtschaftskammer eine unbescholtene kurdische Trainerin als "Terroristin" mobbte und dafür erstinstanzlich verurteilt wurde, schlug UETD erst recht wild um sich. Wie die FPÖ nun erfuhr, wurde Akpinar vor zwei Wochen in Feldkirch erstinstanzlich wegen Nötigung und Freiheitsentziehung zu 23 Monaten unbedingter Haft verurteilt.

Am 23. September 2011 hatten zwei angeheuerte Komplizen Akpinars Schwager in dessen Wohnung in Hard in ihre Gewalt gebracht und unter Bedrohung mit einer Gaspistole gefesselt. Akpinar brachte den Schwager dazu, seine (Akpinars) von ihm getrennt lebende Ehefrau nach Vorarlberg zu locken. Die Ehefrau, die sich nun in einer Traumatherapie befindet, gab zu Protokoll, dass ihr Mann ein äußerst aggressiver Mann sei, der nur nach seinen eigenen Regeln lebe. Auch ihr überfallener Bruder lebt nach eigenen Aussagen seitdem in Angst, denn der sehr einflussreiche Schwager denke möglicherweise an Rache.

"Nun ist die UETD gefordert, Stellung zu beziehen", sagt Harald Vilimsky. Akpinar ist laut Vereinsregisterauszug immer noch ihr Vizepräsident. "Ist solch ein Vorgehen das, was sich die UETD unter "Dialog" vorstellt oder meint sie beim "Taktgefühl" eher den Takt beim Schlagen von Geiseln?", fragte Vilimsky. "Sind das die "Frauenrechte" der neuen Türkei?" Vielleicht wolle die UETD ihr derzeit katastrophales Bild gar nicht korrigieren?

Da die Berichterstattung zum Gerichtsverfahren ungewöhnlicher Weise unter völliger Anonymisierung des verurteilten Hauptangeklagten verlief, wandte Vilimsky sich bei dieser Gelegenheit auch an die Medien. "Gerade solchen Subjekten, die gerne ihren Einfluss gegen andere brutal geltend machen, sollte keine privilegierte Behandlung zugestanden werden", appellierte Vilimsky im Sinne von Fairness und Transparenz. (Schluss)zbi/gni/ew

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