Glawischnig: Faymann und Spindelegger müssen sich auf EU-Ebene für sofortiges Abschalten von Risiko-AKW einsetzen

Morgen geht in Japan das letzte AKW vom Netz

Wien (OTS) - Morgen Samstag, den 5. Mai, ein Jahr und zwei Monate nach der Katastrophe von Fukushima wird das letzte japanische AKW außer Betrieb gesetzt (Tomari 3). Damit wird in Japan kein Atomstrom mehr produziert. Vor Fukushima lag der Atomstromanteil in Japan bei 30% (vergleichbar mit Schweiz, Ungarn, Tschechien). Die meisten japanischen AKW sollen zwar wieder hochgefahren werden, aber dazu ist die Zustimmung der lokalen Behörden notwendig. Bisher wurde aber noch keine einzige Bewilligung zum erneuten Hochfahren eines AKWs gegeben. Die Chance für einen völligen Atomausstieg Japans ist also da! Im Gegensatz zur EU, wo (abgesehen von Deutschland) trotz Stresstests alle AKWs nach Fukushima weiterbetrieben wurden, werden in Japan die Lehren aus Fukushima gezogen.

"Österreich ist an seinen Grenzen weiter von zahlreichen Schrottreaktoren und Neubauplänen bedroht. Die Situation hat sich nicht gebessert. Ganz im Gegenteil: Die halbherzigen Stresstests, die viele Risikofaktoren wie etwa Terrorgefahr gar nicht berücksichtigen, sind ein Persilschein für das Weiterbetreiben der europäischen AKW", warnt die Grüne Bundessprecherin Eva Glawschnig. Sie fordert die Regierungsspitze - Kanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger -auf, sich auf EU-Ebene für ein sofortiges Abschalten der Risiko-AKW einzusetzen. - Die Grünen unterstützen selbstverständlich den europäische Bürgerinitiative für den Atomausstieg (www.my-voice.eu).

Der europäische Atomausstieg und ein Stopp aller Subventionen für die Atomkonzerne macht den Weg frei für die Grüne Energiewende. Der nächste konkrete Schritt dafür in Österreich ist ein mutiges Energieeffizienzgesetz." Wenn wir mit Energie effizienter umgehen, ist das nicht nur ein Beitrag für den Umweltschutz sondern entlastet auch das Geldbörsel der BürgerInnen", betont Glawischnig.

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