Schwentner zum Welthebammentag: Es braucht mehr Wertschätzung

Grüne fordern Verankerung von Hebammenleistungen im Mutter-Kind-Pass

Wien (OTS) - "Hebammen haben in Österreich leider nicht den Stellenwert der ihnen zustehen sollte. Die Hebammenbetreuung von gesunden Schwangeren muss endlich im Mutter-Kind-Pass verankert werden. Schwangere Frauen brauchen vor, während und nach der Geburt eine umfassende Betreuung", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich des morgigen Welthebammentages.

In Österreich haben wir eine Kaiserschnittrate von rund 30 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt jedoch, dass höchsten 15 Prozent der Babys per Kaiserschnitt geholt werden sollten. Vor einem halben Jahr hat Gesundheitsminister Alois Stöger angekündigt, die Kaiserschnittrate zu halbieren. "Es hat bis heute keine einzige Maßnahme gegeben, um die Kaiserschnittrate zu senken. Eine bessere Einbindung der Hebammen in den Geburtsprozess wäre dafür ein wichtiger und notwendiger Schritt. Hier ist der Gesundheitsminister gefordert, seinen Worten endlich auch Taten folgen zu lassen", sagt Schwentner.

Auch die Informationen über das Leistungsspektrum von Hebammen müssten verbessert werden. Denn es gäbe immer wieder Frauen, die nicht gar nicht wissen, dass sie auch schon vor der Geburt von einer Hebamme betreut werden können. "Auch finanziell bedarf es einer Aufwertung der Hebammentätigkeit. Obwohl von Hebammen betreute Geburten kostengünstiger sind, werden die Kosten für eine Geburt im Geburtshaus oder zu Hause nicht voll von der Krankenkasse übernommen. Diese finanzielle Benachteiligung gegenüber den Geburten im Krankenhaus gehört beseitigt, damit Frauen frei wählen können ", fordert Schwentner.

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