1. Mai - BZÖ-Bucher für Ausweitung der Sonntagsöffnung und gegen Arbeitszeitverkürzung

Arbeit muss sich lohnen - BZÖ verlangt Steuersenkung

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher sprach sich am heutigen 1. Mai im Rahmen einer Pressekonferenz für eine Ausweitung der Sonntagsöffnung und gegen den Vorschlag der Gewerkschaft, die Arbeitszeit generell auf 38,5 Stunden zu verkürzen, aus. "Eine Millionen Österreicher arbeiten teilweise, 680.000 regelmäßig etwa im Gesundheitswesen oder im Tourismus an Sonn- und Feiertagen. Die Arbeitswelt hat sich verändert. Die Menschen wollen sich etwas leisten können und beruflich und einkommensmäßig weiterkommen. Daher braucht es in Österreich auch eine Steuersenkung, denn Arbeit muss sich wieder lohnen", so Bucher, der in diesem Zusammenhang von der rot-schwarzen Bundesregierung die Einführung des fairen und einfachen Flat-Tax-Modells mit niedrigen Steuern sowie eine Senkung der Lohnnebenkosten forderte.

Konkret will Bucher eine Ausweitung der Öffnungszeiten von Montag bis Samstag auf 6.00 bis 22.00 Uhr, das sind künftig 96 Stunden, statt der bisherigen 72 Stunden Öffnungsmöglichkeit. Am Sonntag sollen in ganz Österreich alle Geschäfte einmal pro Monat aufsperren dürfen. In den Tourismusgebieten und städtischen Kernzonen sollen an Sonn- und Feiertagen die Geschäfte von 9 bis 22 Uhr offen halten können, ohne Einschränkung bei den Produkten. Als Ausgleich für die Arbeitnehmer, die an Sonn- und Feiertagen auf freiwilliger Basis arbeiten, verlangt Bucher die gesetzliche Festschreibung eines hundertprozentigen Sonntagszuschlages und an Feiertagen 100 Prozent Lohnzuschlag und hundert Prozent Zeitausgleich. "Insbesondere Wien verliert aufgrund der Einschränkungen bei den Öffnungszeiten als Weltstadt derzeit massiv an Attraktivität im Vergleich zu anderen Städten", erklärte der BZÖ-Chef.

Bucher verwies weiters auf das derzeitige Öffnungszeiten-Wirrwarr und einige kuriose Regelungen. "Beispielsweise hat die Kirche dort, wo sie etwas verdient, keine Probleme mit der Sonntagsöffnung, obwohl sie sich sonst strikt dagegen ausspricht. Denn etwa in den Wallfahrtsorten, im Bereich von Firmungsstandorten oder bei Kirchenfesten dürfen im Rahmen der derzeitigen Regelung sämtliche Artikel bis hin zu Gold- und Silberwaren verkauft werden."

"Die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten dient dazu, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes sowie den Wirtschaftsstandort zu stärken, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Wohlstand zu sichern beziehungsweise auszubauen", sagte Bucher.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0001