Walser zu Burgstaller-Vorschlag: Gesamtkonzept fehlt

Grüne wollen Diskussion über Eckpunkte des neuen LehrerInnen-Dienstrechts

Wien (OTS) - "Es ist kontraproduktiv, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Koalitionsparteien in Sachen Lehrerdienstrecht jede Woche eine andere Sau durch's Dorf treiben", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, wenig überzeugt vom Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Diese will die Ferien von Lehrkräften auf fünf Wochen beschränken. "Das ist populistisch und unterstellt, dass Lehrkräfte derzeit zu wenig arbeiten." Natürlich kann über die Ferienregelung nachgedacht werden, wenn aber immer nur ein Aspekt aus der komplexen Materie herausgegriffen wird, steht am Schluss keine zukunftsweisende Lösung, sondern es bleibt in Sachen Dienstrecht beim jetzigen unbefriedigenden Zustand.

Walser fordert daher Unterrichtsministerin Claudia Schmied auf, endlich die Eckpunkte des geplanten neuen Dienstrechts offenzulegen:
"Klar muss sein, dass es für keine Lehrkraft zu finanziellen Verschlechterungen kommen darf, die Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern ausschließlich auf die Unterrichtszeit zu beschränken, ist im internationalen Vergleich zudem ein Auslaufmodell. Wir müssen auch wegkommen vom derzeitigen bürokratisch administrierten Zuteilungsmechanismen von Lehrkräften, einen offeneren Arbeitsmarkt schaffen und für zielgerichtete Weiterbildung sorgen."

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