BWB nimmt Treibstoff-Branche unter die Lupe

Wien (OTS) - Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) nimmt die Mineralölbranche mit einer Branchenuntersuchung unter die Lupe. Sektoren mit Anhaltspunkten auf mögliche Wettbewerbswidrigkeiten werden untersucht. Erste Ergebnisse der vertikalen und horizontalen Ermittlungen könnten im Herbst vorliegen. Danach sind weitere Schritte, wie der Gang vor das Kartellgericht, möglich.

Die BWB hat bereits vor Wochen aus eigener Initiative eine weitere genaue Untersuchung der Mineralölbranche gestartet. Im Rahmen der aktuellen Debatte wurden bisher von keiner Seite - auch nicht in der Beschwerde des BZÖ vom März 2012 - substantielle und gerichtsfeste Anhaltspunkte oder konkrete Beweismittel vorgelegt.

Bei dieser Branchenuntersuchung werden jene Sektoren auf mögliche Wettbewerbswidrigkeiten geprüft, in denen es Anhaltspunkte gibt, dass der Wettbewerb nicht oder nicht ausreichend funktioniert. Im Fokus der Ermittlungen stehen vertikale Beziehungen (Vertrieb) und horizontale Kooperationen der gesamten Mineralölindustrie.

Mit ersten Ergebnissen wird im Herbst gerechnet. Diese ermöglichen in der Folge weitere Schritte wie beispielsweise Anträge an das Kartellgericht.

Eine genaue Auflistung der bisherigen umfangreichen Tätigkeiten der BWB in dieser Branche finden Sie im Anhang.

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB)

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wurde am 1. Juli 2002 als unabhängige, weisungsfreie Aufgriffs-, Ermittlungs- und Antragsbehörde in Wettbewerbsangelegenheiten gegründet. Aufgabe der BWB ist es, einen freien und fairen Wettbewerb sicherzustellen. Die Leitung der BWB obliegt dem Generaldirektor für Wettbewerb, Dr. Theodor Thanner. Derzeit beschäftigt die BWB 33 Mitarbeiter, wobei 21 davon als "Casehandler" (Fallbearbeiter) im Einsatz sind.

Informationen: www.bwb.gv.at

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Mag. Veronika Haubner
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