Bures - ORF-Pressestunde (1): Staatshaushalt sanieren, gleichzeitig in Wachstum und Beschäftigung investieren

ÖBB baut Schienennetz aus, investiert in Züge, Bahnhöfe, Infrastruktur

Wien (OTS/SK) - Gerade in Zeiten der Budgetkonsolidierung muss
auch intensiv und klug in Wachstum und Beschäftigung investiert werden. Besonders Investitionen in die Bahn und deren Infrastruktur schaffen Werte für zukünftige Generationen und tausende Arbeitsplätze bereits heute, legte Infrastrukturministerin Doris Bures heute Sonntag in der ORF-"Pressestunde" dar. Bures verteidigte den Ausbau der Schienen-Korridore "für eine leistungsfähige Bahn und mehr Kapazitäten für den zukünftigen Transport und für zukünftige Gewinne der ÖBB". ****

"Bis 2025 wird sich der Güterverkehr laut Prognosen um 25 Prozent erhöhen. Nun geht es darum, den Verkehr zu organisieren", kündigte Bures an. Deswegen werde es weiterhin starke Investitionen in die Bahn und ihre Infrastruktur geben. Jährlich würden etwa rund 250 Millionen in moderne Züge investiert. "Seit 2008 geht jedes Monat ein neuer Railjet auf Schiene", freute sich Bures. Daneben sei aber auch der Ausbau der internationalen Schienenkorridore nicht zu vernachlässigen. Bei der Schieneninfrastruktur würde sich zwar kein Tunnel weltweit finanziell rechnen, sehr wohl aber volkswirtschaftlich. "Österreich hat heute die geringste Arbeitslosigkeit in Europa", so Bures. Man müsse jetzt investieren und Bauaufträge geben und damit Arbeitsplätze schaffen.

Zur Finanzierung der Investitionen in die Tunnelbauprojekte Semmering-Basistunnel, Koralm-Tunnel und Brenner-Basistunnel erklärte Bures, dass in diese lediglich ein Viertel der Investitionen seitens der ÖBB fließen. Drei Viertel der Investitionen würden auf die Bereiche Bahnhöfe, Verbesserung des Bestandes, Schienen oder die Beseitigung von Langsamstrecken fallen. 100 Bahnhöfe seien in das Sanierungsprogramm einbezogen worden. Aber auch in der EU schlage aktuell die Kommission vor, dass die Investitionen in die Schieneninfrastruktur fast dreifach erhöht werden. Und es seien nun rund 40 Prozent Ko-Finanzierung der EU im Gespräch. "Die Verlagerung des Transportes auf die Schiene soll ein Hauptanliegen sein. Und in der EU wurde mittlerweile erkannt, dass man nur mit Sparen Europa nicht retten kann", so Bures.

Zum Koralmtunnel merkte Bures an, dass dieser nur Sinn im Zuge des Baues des Semmering-Basistunnels mache. In Folge könne die baltisch-adriatische Schienenachse als Verkehrskorridor und Teil des kontinentalen Schienennetzes fungieren. Beim Thema Brenner-Basistunnel, welcher der längste Eisenbahntunnel der Welt sei, ist man zuversichtlich, dass die EU ihre Ko-Finanzierung weiter aufstocke. Weiters erinnerte Bures auch an den Ausbau der großen österreichischen Güter-Terminals Wien, Wels, Wörgl werden gerade ausgebaut. "Wir haben in Österreich den höchsten Anteil an Güterverkehr von allen EU-Mitgliedstaaten", so Bures. Ein Drittel der Güter wird auf der Schiene transportiert, in Deutschland liegt dieser Wert bei neun Prozent, im EU-Durchschnitt bei 15 Prozent. (Schluss) gd/mo

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