Öllinger zum 'Tag der Arbeitslosen': Notstandshilfe und Arbeitslosengeld müssen an Inflationsrate gekoppelt werden

Europäische Sparpolitik bedroht die Zukunft von Millionen junger Menschen

Wien (OTS) - Auch dieses Jahr begehen die Wiener Grünen den 'Tag der Arbeitslosen' am 30. April mit einer Aktion vor dem AMS in Floridsdorf, Schlosshofer Straße, und laden Arbeitslose zu einem kleinen Frühstück ein. Mit dem 'Tag der Arbeitslosen', der von den Wiener Grünen im Jahr 1998 ins Leben gerufen wurde und mittlerweile nicht nur in Wien , sondern auch in anderen Städten und international begangen wird, wollen die Grünen im besonderen auf die Situation von arbeitslosen Menschen aufmerksam machen, die keine Interessenvertretung oder Lobby hinter sich haben. Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen und Initiator des 'Tag der Arbeitslosen':
"Wir haben heuer in Europa Rekordarbeitslosigkeit. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent in Ländern wie Griechenland und Spanien ist ein sozialer Skandal, der die ganze EU betrifft. Mit der Austeritätspolitik bzw. dem Sparstift, den die EU-Staaten bei ihren Budgets angesetzt haben, wird die Zukunft Millionen junger Menschen in Europa bedroht!"

Für die Verbesserung der Situation arbeitsloser Menschen, so Öllinger, ist aber auch in Österreich einiges zu tun: "Österreich hat ein im EU-Vergleich niedriges Arbeitslosengeld. Vor allem Langzeitarbeitslose, die Notstandshilfe beziehen, leiden schwer darunter, dass die Notstandshilfe und das Arbeitslosengeld nicht einmal der Inflationsrate angepasst (valorisiert) werden". Öllinger verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass diesbezügliche Anträge der Grünen, die auch Forderungen von Arbeiterkammern und Gewerkschaften entsprechen, seit Jahren immer wieder von den Regierungsparteien abgelehnt und die Arbeitslosen auf bessere Zeiten vertröstet würden.

Der Sozialsprecher der Grünen spart auch nicht mit grundsätzlicher Kritik an der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung: "Es ist mehr als bedenklich, dass die Arbeitszeiten - egal ob die täglichen, wöchentlichen oder Lebens- Arbeitszeiten - länger werden statt kürzer und auf der anderen Seite die Zahl der Arbeitslosen und prekär Beschäftigten anwächst." Öllinger appelliert in diesem Zusammenhang an die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie, sich diesem Problem zu stellen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Reinhard Pickl-Herk
Tel.: +43-1-40110-6707
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001