"profil": An Kampagne für faire Abgeltung künstlerischer Leistungen arbeiten alle Künstler unwissentlich zum Nulltarif mit

Nur PR-Agentur verdiente an Spots

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, treibt das Tauziehen um ein der digitalen Ära angepasstes Urheberrecht seltsame Blüten. Sieben österreichische Verwertungsgesellschaften starteten im Herbst vergangenen Jahres unter dem Titel "Kunst hat Recht" eine Kampagne gegen die bedenkenlose Nutzung und Gratisverbreitung von Kunst: Drei von Sabine Derflinger, Michael Kreihsl und Harald Sicheritz sehr polemisch inszenierte Werbespots führen vor Augen, wie es in einer Gesellschaft aussehen kann, die Kunst als ihr Privateigentum betrachtet.

Die Wiener PR-Agentur The Skills Group ließ sich die Abwicklung der Initiative "Kunst hat Recht" mit einem sechsstelligen Euro-Betrag abgelten - nur die beteiligten KünstlerInnen arbeiteten zum Nulltarif.

Das Jahresbudget für die bereits 2011 begonnene KHR-Kampagne liege "zwischen 100.000 und 190.000 Euro", meint Ursula Sedlaczek vage, die als Austro Mechana-Direktorin "Kunst hat Recht" abwickelt: "Wir bewegen uns aber eher am unteren Rand", denn alle Beteiligten brächten "möglichst viele Eigenleistungen ein".Zur Benefizleistung aller beteiligten Regie-, Musik- und Schauspielkräfte in den Spots meint Sedlaczek gegenüber "profil" nur: "Hätten wir gute Gagen bezahlt, würde uns das vorgeworfen werden. Was immer wir gemacht hätten: Angriffe hätte es auf jeden Fall gegeben."

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