Professorentitel an Johann Hödl und Ernst Lintner

Wien (OTS) - Johann Hödl, Abteilungsleiter der Wiener Linien, und Ernst Lintner, selbstständiger Unternehmensberater, können sich ab sofort "Professor" nennen: Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny überreichte heute, Donnerstag, im Wiener Rathaus an beide Persönlichkeiten das Dekret über den vom Herrn Bundespräsidenten verliehenen Berufstitel "Professor".

"Johann Hödl und Ernst Lintner haben neben ihrem 'Brotberuf' Spuren im Kulturleben unserer Stadt hinterlassen", begründetet Mailath. "Dass heute Zigtausend Fahrgäste der Wiener Linien mit zeitgenössischer Kunst konfrontiert werden, ist auch Johann Hödl zu verdanken, der als zentrale Schnittstelle zwischen Kunst und Wiener Linien Außerordentliches geleistet hat. "Ernst Lintner hat aus Eigeninitiative eine Plattform aufgebaut mit dem Ziel, internationale Kontakte zu pflegen und jungen Künstlerinnen und Künstlern den Start ins Berufsleben zu ermöglichen."

Biographie Johann Hödl n Johann Hödl wurde 1955 in Korneuburg geboren. Nach der Matura, die er in Wien ablegte, begann er 1975 seine Berufstätigkeit beim Magistrat der Stadt Wien. Von 1989 bis 1992 leitete er in der MA 38 das Referat Budget- und Berichtswesen, einer Schnittstelle zwischen Bund und Land Wien bezüglich Verwaltung und Abrechnung des Bundesbeitrages zum Wiener U-Bahn-Bau. 1992 wurde er Leiter der Stabstelle "Budget, Kredit- und Rechnungswesen" sowie "Berichts- und Informationswesen" für den U-Bahn-Neubau; 2002 der Abteilung "Kaufmännische Dienste und Controlling" für das gesamte Bau- und Anlagenmanagement der Wiener Linien. Als solcher betreut er u. a. auch die Kunst im öffentlichen Raum in den Stationsbereichen der Wiener Linien. Sein vorurteilsfreier und positiver Zugang zur Kunst ermöglichte es in vielen Fällen, großartige Kunstwerke in den U-Bahn-Bereichen zu installieren und zu beweisen, dass die Wiener Linien nicht nur ein Verkehrssystem, sondern auch ein Kulturträger sind. Einzigartige Arbeiten von hochkarätigen KünstlerInnen wie Ken Lum, Margot Pilz, Ingeborg Strobl, Adolf Frohner, Peter Kogler, Heimo Zobernig, Oswald Oberhuber, Kurt Hofstetter oder Nam June Paik laden Fahrgäste und PassantInnen ein, sich tagtäglich mit Kunst auseinanderzusetzen, auch ohne dafür eigens ein Museum besuchen zu müssen. Johann Hödl veröffentlichte eine Reihe von Publikationen zur Wiener U-Bahn - zu deren Planungs- und Verkehrsgeschichte, Technik und Zukunft, Moderner Kunst und archäologischen Funden.

Biographie Ernst Lintner Ernst Lintner wurde 1943 in Kronsegg (bei Langenlois) geboren. Seit frühester Kindheit an ist er mit Musik und Gesang verbunden. Nach der Matura begann er auf Anregung von Prof. Erik Werba neben dem Brotberuf Gesang zu studieren, blieb aber nach Abschluss des Studiums an der Wiener Musikakademie weiter in der Wirtschaft erfolgreich tätig. Er hat in der Wirtschaft als Manager in Zentral- und Osteuropa und ab 1993 als selbständiger Unternehmensberater Karriere gemacht, war aber immer nebenbei als Sänger (Tenor) aktiv und hat sich weiter ausbilden lassen (u. a. bei Prof. Rudolf Holtenau, KS Renate Holm und KS Arthur Korn in Wien). Er wirkte bei vielen Veranstaltungen, besonders bei den Wiener Festwochen im Bereich der Sakralmusik mit und hat zahlreiche Lieder- und Operettenabende gegeben. Seine Karriere führte ihn an die Alte Oper Frankfurt, die Oper in Rostock, in Gent, in Antwerpen und in zahlreiche deutsche Opernhäuser. Auch als Alfred in der "Fledermaus" (J. Strauß), als "Sigmund" (R. Wagner: "Die Walküre") und in vielen Konzerten mit den besten Orchestern Deutschlands ist Ernst Lintner aufgetreten. Seit 2004 ist er Mitglied der Jury für Liedgesang beim Internationalen Brahmswettbewerb in Pörtschach und seit 2006 Mitglied der Jury beim Internationalen Gesangswettbewerb Nico Dostal. Seit 1989 leitet er die Kammermusikserie des Neuen Künstlerforums, u. a. unter Mitwirkung von namhaften Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. 2009 gründete Lintner das Gesangsstudio des Neuen Künstlerforums in Wien.

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