Wintereinsatz 2011/12 - Bundesheer-Soldaten leisteten 6.266 Arbeitsstunden bei Assistenzeinsätzen

Darabos: "Schutz und Hilfe im In- und Ausland" - Mehr als 100 Personen durch militärische Luftfahrzeuge evakuiert

Wien (OTS/BMLVS) - Das Österreichische Bundesheer leistete auch in der Wintersaison 2011/2012 einen umfassenden Beitrag bei der Bewältigung und Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges. Rund 240 Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres leisteten 6.266 Arbeitsstunden bei Assistenzeinsätzen.

Vom 10. Oktober 2011 bis 15. April 2012 standen 14 Lawineneinsatzzüge des Bundesheeres für das ganze Bundesgebiet in Bereitschaft. Über die gesamte Wintersaison wurden mehr als 100 Personen durch militärische Luftfahrzeuge evakuiert. Die Luftstreitkräfte transportierten in 230 Flugstunden, etwa 1.000 Personen und 400 Tonnen Material. "Die Einsatzbilanz ist beeindruckend und zeigt, dass unsere Soldatinnen und Soldaten für Schutz und Hilfe im In-und Ausland bereit stehen", betonte Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Das Schwergewicht der Einsätze der Luftstreitkräfte im Zeitraum vom 7. Jänner bis 16. Jänner 2012 sowie vom 22. Jänner bis 2. März 2012 bestand im Transport von zivilen Lawinenkommissionen zur Erkundung und Sprengung von Lawinen in den Bundesländern Tirol, Vorarlberg, Salzburg und der Steiermark. Dabei kamen vereinzelt bis zu 14 Luftfahrzeuge gleichzeitig zum Einsatz. Darüber hinaus wurden am 7. Jänner 52 von den Schneemassen eingeschlossene Personen mit Hubschraubern evakuiert sowie am 10. Jänner 2012 53 Personen im Raum Mayrhofen im Zillertal nach Ausfall einer Seilbahn ins Tal geflogen.

In den Ortschaften Klösterle, Lech und St. Ulrich am Pillersee wurden Dächer öffentlicher Gebäude und Brücken von der Schneelast befreit. Bei Taxenbach im Salzachtal standen 56 Personen für die Räumung der B 311 von Schnee und umgestürzten Bäumen zur Verfügung. In Fieberbrunn wurde mit schwerem Gerät eine Straße zu einem Flüchtlingsheim geräumt. Im Raum Riegersburg unterstützten zwei Bergepanzer die Bergung eines zivilen Tiefbohrgerätes.

Auch im Ausland flog das Bundesheer auf Grund der Schnee- und Lawinenverhältnisse Hilfseinsätze. Im Rahmen von EUFOR/ALTHEA versorgten im Februar Bundesheer-Soldaten eingeschneite Dörfer in Bosnien-Herzegowina. Mithilfe der Hubschrauber konnten lebenswichtige Medikamente und Notfall-Patienten transportiert sowie vermisste Personen gesucht werden.

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