RTR-Studie bestätigt Programmqualität privater Rundfunksender

Schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern jedoch Erhö-hung der Privatsenderförderung

Wien (OTS) - Die im Auftrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs GmbH durchgeführte Begleit-studie zur Privatrundfunkförderung stellt den österreichischen Rundfunkveranstaltern ein durchaus positives Zeugnis aus. Nach Ansicht des Studienautors, Prof. Dr. Josef Trappel, fällt es gerade großen Rundfunkveranstaltern aufgrund der größeren finanziellen und personellen Ressourcen tendenziell leichter, qualitätsvolles Programm zu produzieren. Kleinere Rundfunkveranstalter liefern dagegen einen besonderen Beitrag zur regionalen Vielfalt.

Demgegenüber ortet der Studienautor bei kleineren Rundfunkveranstaltern aufgrund der eingeschränkten finanziellen Voraussetzungen in Einzelfällen strukturelle Probleme. Dieses Ergebnis überrascht aus Sicht des Verbands Österreichischer Privats-ender (VÖP) wenig, offenbaren sich hier doch sehr deutlich die schwierigen Rahmenbedingungen, mit denen sich Privatsender in Österreich konfrontiert sehen.

"Die Studie ist ein interessantes, aber eher oberflächliches Blitzlicht der Branche. Natürlich gibt es bei jedem Unternehmen immer Verbesserungspotentiale. Doch es sind gerade kleinere Sender, die trotz begrenzter Mittel mit viel Leidenschaft und Engagement das Maximum für Ihrer Hörer und Seher herausholen.", kommentiert Klaus Schweighofer, VÖP-Vorsitzender und Vorstand der Styria Media Group. "Allerdings zeigen sich gerade bei Sender mit kleinen Verbreitungsgebieten auch noch große Potentiale, die mit entsprechenden Förderungen ausgeschöpft werden kön-nen."

Die Tatsache, dass die bereitgestellten Fördermittel regelmäßig überzeichnet sind, ist ein klares Zeichen, dass der Privatrundfunkförderungsfonds aufgestockt werden sollte. "Die Studie hat bestätigt, dass die bestehende Förderung sehr positive inhaltliche Impulse gesetzt hat. Doch den derzeit für Privatsender verfügbaren 12,5 Millionen Euro stehen rund 600 Millionen Euro gegenüber, die der ORF als staatliche Subvention erhält.", erläutert Corinna Drumm, VÖP-Geschäftsführerin. "Unser Mitbewerber erhält somit 50 Mal mehr Förderung. Dieses Ungleichgewicht und die Marktdominanz des ORF verschärfen die Refinanzierungsmöglichkeiten der Privatsender in Österreich noch weiter."

Der VÖP nimmt daher die Studienergebnisse zum Anlass, eine Aufstockung der Privat-senderförderung oder alternativ eine Beschränkung der Werbemöglichkeiten des ORF zu fordern. "Dies würde wertvolle inhaltliche Impulse setzen. So könnte die Qualität der privaten Rundfunkangebote im Sinne der Hörer und Seher weiter erhöhen werden.", so Drumm abschließend.

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