Musiol fordert Änderung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare

Grüne: Familienpolitik muss den Realitäten des 21.Jahrhunderts angepasst werden

Wien (OTS) - Die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol, freut sich, dass nun endlich Bewegung in den Bereich der Fortpflanzungsmedizin kommt. Nachdem sich letzte Woche die Bioethikkommission dafür ausgesprochen hat, künstliche Befruchtung auch für lesbische Paare und alleinstehende Frauen möglich zu machen, beginnt nun eine Debatte um das Adoptionsrecht: "Wir hoffen sehr, dass der Verfassungsgerichtshof (VfGH) nun der Empfehlung der Bioethikkommission nachkommt und künstliche Befruchtung für lesbische Paare und alleinstehende Frauen zulässt. Wenn die Bestimmung in diesem Sinne geändert wird, dann muss auch das Adoptionsrecht geändert werden", fordert Musiol und erläutert: "Bisher darf selbst bei eingetragener Partnerschaft nicht einmal das Kind des Partners adoptiert werden."

Ein vorsintflutliches Familienbild und Wertemodell liegt dem derzeitigen Fortpflanzungsmedizingesetz zugrunde. "Es ist daher dringend notwendig, dass die Realitäten des 21. Jahrhunderts endlich in einer modernen Familienpolitik Eingang finden und diese Diskriminierungen beendet werden", meint Musiol. Die Grünen haben bereits mehrere Anträge zu diesem Thema eingebracht. U.a. fordern die Grünen die Möglichkeit der Adoption für gleichgeschlechtliche Paare und eine IVF-Begrenzung (In-Vitro -Fertilisation) der Anzahl der transferierten Embryonen.

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