"kreuz und quer" am 24. April: "Zerrissen" und "Der beste Glaube für mein Kind"

Wien (OTS) - "kreuz und quer" - präsentiert von Doris Appel -
zeigt am Dienstag, dem 24. April 2012, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Dokumentation "Zerrissen", in der Ronit Kertsner der Frage nachgeht, ob ein katholischer Priester zugleich gläubiger Jude sein kann. Daran anschließend macht sich Filmemacher Robert Ralston um 23.25 Uhr auf die Suche nach dem "besten Glauben für mein Kind".

"Zerrissen - Zwischen zwei Religionen" - Eine Dokumentation von Ronit Kertsner

Kann ein katholischer Priester zugleich gläubiger Jude sein? Ja, sagt Romuald Jakub Weksler Waszkinel, der diese Doppel-Identität als innere Zerreißprobe erlebt. Der Priester kann seinen christlichen Glauben nicht verleugnen, aber zugleich wird die Sehnsucht übermächtig groß, auch seine jüdische Identität leben zu können. Mit 69 Jahren zieht der Philosophieprofessor der Katholischen Universität in Lublin in Polen die Konsequenz: Weksler Waszkinel macht sich auf die Suche nach seinen Wurzeln und reist nach Israel, wo er in einem religiösen Kibbuz rabbinischen Unterricht erhält und vom Staat als Jude anerkannt werden will.

Erst kurz vor ihrem Tod hat ihm seine Mutter eröffnet, dass er eigentlich das Kind einer jüdischen Familie ist. Seine Eltern und sein Bruder fielen der Judenvernichtung durch das Deutsche Reich im Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Er selbst konnte überleben, weil seine leibliche Mutter ihn 1943 als Neugeborenen der Frau ans Herz gelegt hat, die er immer für seine leibliche Mutter gehalten hatte. Und weil diese Frau den Mut hatte, das jüdische Kind in ihre Familie aufzunehmen. Heute sagt Jakub Weksler Waszkinel, er hat zwei Mütter, eine jüdische und eine polnische.

Als er die Wahrheit erfährt, ist er 35 Jahre alt und seit zwölf Jahren Priester. Er betrachtet sich als Brückenbauer zwischen dem Judentum und der katholischen Kirche in Polen. Doch er möchte auch in Israel, im gelobten Land seiner Vorfahren, eine Heimat haben. Für den Film besucht Ronit Kertsner Jakub Weksler Waszkinel in Lublin, zeigt seine wachsende Sehnsucht nach der Religion seiner verlorenen jüdischen Familie und begleitet ihn nach Israel auf der mühevollen Suche nach seinen Wurzeln und nach einer neuen kulturellen Heimat.

"Der beste Glaube für mein Kind" - eine Dokumentation von Robert Ralston

Marc Burth ist Vater geworden und hat ein Problem: zwei Kinder und keine passende Religion für sie. Sein Vater ist Protestant, seine Mutter Jüdin und seine Schwester Schamanin. Der Vater seiner Frau ist Moslem und ihre Mutter Katholikin. Ein schwieriges Unterfangen für den verwirrten Filmemacher, in diesem Crossover der Religionen die richtige Wahl für seine Kinder zu treffen. Auf der Suche nach Antworten besucht Marc Burth Menschen, die ein Verhältnis zu Gott haben, und auch solche, die bewusst keines haben. Er spricht mit Atheisten, Schamanen, Jesuiten, Baptisten, Juden, Muslimen und vielen mehr. Er will wissen, ob es Gott gibt oder eben nicht und warum Religion für Kinder wichtig sein soll.

"kreuz und quer" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar und steht als zeitnahe Servicewiederholung am Mittwoch im Hauptabend auf dem Programm von ORF III Kultur und Information.

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