Zinggl: UrheberInnen müssen gegenüber den Konzernen gestärkt werden.

Grüne zum Welttag des Urheberrechts

Wien (OTS) - "Wir müssen das Urheberrecht dringend an die
digitalen Gegebenheiten anpassen", betont der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, anlässlich des heutigen Tag des Urheberrechts. "Die digitale Revolution bedroht Kulturschaffende, da sie immer weniger Erlöse aus der Verwertung ihrer Werke erzielen. Es ist die Aufgabe der Politik, hier wieder gerechte Verhältnisse herzustellen und entsprechende Vergütung zu gewährleisten, zugleich aber darauf Rücksicht zu nehmen, dass das Internet die soziale Praxis nachhaltig verändert hat. Der Zustand des Jahres 1982, als die CD in Europa eingeführt wurde, lässt sich nicht wieder herstellen, auch wenn das vielerorts bedauert wird."

"So wie sich die Gesellschaft mit der Erfindung des Autos verändert hat und dafür neue Verkehrsregeln entwickelt wurden, wird sie auch den digitalen Innovationen Rechnung tragen und das Urheberrecht adaptieren müssen", sagt Zinggl.

Um Rechtssicherheit herzustellen, vor allem aber, um den UrheberInnen wieder ihren Verdienst zukommen zu lassen, sprechen sich die Grünen seit zwei Jahren für ein Modell der Pauschalabgabe für Netz-Content aus. "Zugleich müssen aber auch die großen Internet-Konzerne einen Beitrag leisten", fordert Zinggl. "Youtube etwa verdient sich mit Musik, Filmen und Texten Dritter eine goldene Nase; es ist nur gerecht, wenn der Konzern einen Teil der Gewinne an die UrheberInnen verteilt, die das alles liefern. Davon abgesehen sind die Kunst- und Kulturschaffenden weiterhin die schwächsten Glieder in der Geschäftskette."

Die Grünen erneuern daher ihre Forderung nach einem wirksamen Urhebervertragsrecht, das Verhandlungen auf Augenhöhe ermöglicht.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001