FP-Herzog: Kein Denkmal für Kameradenmörder am Heldenplatz!

Pauschalierte Gedenkstätte für Deserteure ist strikt abzulehnen

Wien (OTS/fpd) - Fahnenflucht ist in allen zivilisierten Staaten
ein Delikt, das mit mehrjährigen Haftstrafen, in Großbritannien sogar mit lebenslanger Haft, bedroht ist. "Im Fall von Unrechtsregimen wie jenem des Nationalsozialismus ist die historische Betrachtung freilich manchmal anders", erklärt Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog. Wenn die strafbare Handlung etwa gesetzt wurde, um sich nicht an Gräueltaten zu beteiligen, werde das später oft sogar positiv gesehen. Man müsse sich aber immer vor Augen halten, dass nicht jeder Deserteur aus edlen Motiven gehandelt hat. So wären auch etwa reine Feigheit oder persönliche Interessen häufig Grund für die Desertion. Herzog: "Man muss das schon differenziert beurteilen, zumal Fahnenflüchtige teilweise auch Kameradenmörder waren und sind. Dieser so unterschiedlichen Gruppe von Verbrechern kollektiv ein Denkmal zu setzen ist falsch und wird von uns aus Prinzip strikt abgelehnt."

Dass die linkslinke Wiener Stadtregierung diese zweifelhafte Gedenkstätte ausgerechnet auf dem Heldenplatz errichten will, ist für Herzog zudem überhaupt nicht nachvollziehbar: "Dort haben wir ohnedies bereits die Krypta, die an alle Opfer im Kampf für Österreichs Freiheit erinnert. Da sind Deserteure, die ihrem Gewissen gefolgt sind, mit eingeschlossen. Ein weiteres Denkmal in diesem Sinn ist schlicht ein baulicher Pleonasmus aus links-ideologischen Motiven, der die Steuerzahler viel Geld kostet." (Schluss)

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