Karlheinz Töchterle: Verbesserungen für Akademiker aus Drittstaaten sowie Studierende und Lehrende

Novellierung des Universitätsgesetzes im Nationalrat beschlossen - verkürzte Frist bei der Berufsanerkennung für Drittstaatsangehörige und Inskription NEU

Wien (OTS/BMWF) - Die Novellierung des Universitätsgesetzes wurde heute im Parlament beschlossen. "Sie bringt Verbesserungen für Akademiker aus Drittstaaten sowie Studierende und Lehrende", weist Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle auf die verkürzte Frist bei der Berufsanerkennung für Drittstaatsangehörige sowie die Neuregelung der Inskription an den Universitäten hin.

Das gemeinsam mit Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz erarbeitete 5 Punkte-Programm zur verbesserten Berufsanerkennung von Akademikern aus Drittstaaten umfasst u.a. die Halbierung der Wartezeit für die Bearbeitung der Anträge. Hatten Universitäten bisher ab Einreichen der vollständigen Unterlagen sechs Monate Zeit für eine entsprechende Überprüfung und Entscheidung, ob der Abschluss nostrifiziert wird bzw. welche Ergänzungen zu leisten sind, sind es künftig nur mehr drei Monate. "Die notwendigen Änderungen im Universitätsgesetz waren rasch möglich und tragen zu einer Verbesserung für ausländische Akademikerinnen und Akademiker wesentlich bei", betont Töchterle.

Das 5-Punkte-Programm beinhaltet weiters:
- eine zentrale Anlaufstelle und einen Infopoint für die Nostrifizierung
- die Möglichkeit der zentralen Einreichung bei der bestehenden Infostelle NARIC (National Academic Recognition Information Centre) - eine zentrale Geschäftsstelle als Kompetenzzentrum im Bereich Medizin
- eine kostenlose Bewerbungshilfe ohne Bürokratie und das Recht auf Bewertung von Abschlüssen im nicht-reglementierten Bereich

Die zweite Änderung in der heute beschlossenen UG-Novelle bringt eine gemeinsam mit den Hochschulpartnern (uniko, ÖH) erarbeitete Neuregelung der Inskription. Sie löst die Voranmeldung ab und ist ab dem kommenden Wintersemester in Kraft. Durch die Neuregelung der Inskription kommt es zu einer verbesserten Planbarkeit für die Universitäten sowie Verbesserungen für (angehende) Studierende. "Die Neuregelung ist für die Studierenden und Lehrenden maßgeschneidert, wurde sie doch auch von ihnen und damit aus der Praxis federführend gestaltet", so der Minister.

Die Neuregelung der Inskription im Überblick:
- Die allgemeine Zulassungsfrist für die erstmalige Zulassung an einer Universität zu einem Bachelor- oder Diplomstudium endet künftig österreichweit am 5. September (Wintersemester) bzw. am 5. Februar (Sommersemester).
- Die Allgemeine Zulassungsfrist gilt nur für die erstmalige Zulassung zu einem Bachelor- oder Diplomstudium. Für Studien mit Aufnahmeverfahren, Aufnahmebedingungen oder Eignungstest gelten diese Fristen nicht.
- Den Beginn der Zulassungsfrist legen die Rektorate nach Anhörung des Senats fest, sie endet österreichweit einheitlich. Dabei hat die Zulassungsfrist für das Wintersemester mindestens acht Wochen, für das Sommersemester mindestens vier Wochen zu betragen.

  • ÖH und uniko haben einen engen Ausnahmekatalog erarbeitet, der Härten in Einzelfällen mildert. Davon Betroffene bekommen die Möglichkeit, in der Nachfrist (im Wintersemester: 30. November, im Sommersemester: 30. April) zu inskribieren.
  • Auch die Inskription eines Masterstudiums kann in der Nachfrist erfolgen. Weiters kann die Universität in Ausübung ihrer Autonomie zusätzliche Personengruppen die nachträgliche Inskription ermöglichen. Die Frist zur Fortsetzungsmeldung bleibt gleich wie bisher.
  • Doktoratstudierende können tagesaktuell zum Studium zugelassen werden.

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