ORF goes New York: Drei ORF-Produktionen bei den "New York Festivals 2012" ausgezeichnet

Finalist Awards für "dok.film - Der Ball ist rund", "Vermisst" und "Die Hebamme"

Wien (OTS) - Internationaler Erfolg für drei ORF-Produktionen in den USA: Am Dienstag, dem 17. April 2012, wurden in Las Vegas die Auszeichnungen des "New York Festivals 2012", des renommierten internationalen Wettbewerbs für TV-Programm, vergeben. Drei ORF-Einreichungen kamen unter Tausenden Bewerbern ins Finale und erhielten dafür jeweils einen Finalist Award. Neben dem "dok.film -Der Ball ist rund" von Christian Krönes und Florian Weigensamer wurden auch die beiden bereits mehrfach preisgekrönten ORF-Spielfilme "Vermisst - Alexandra Walch, 17" und "Die Hebamme" ausgezeichnet.

Finalist Award für "dok.film - Der Ball ist rund"

TV-Kulturchef Martin Traxl: "Der Finaleinzug ist eine wunderbare Anerkennung für die Qualitätsschiene 'dok.film' und eine schöne Bestätigung für den ORF, der als einer der ganz wenigen Sender dem kritischen Dokumentarfilm einen wöchentlichen Sendeplatz einräumt." "dok.film"-Verantwortliche Beate Thalberg: "In unserer Reihe 'dok.film' zeigen wir ganz bewusst österreichische und internationale Autorenfilme, die persönlich, poetisch, schräg, frech und irritierend sind. Filme wie 'Der Ball ist rund' stellen unbequeme Fragen, sie geben keine beschwichtigenden Antworten. Das ist aufregendes Fernsehen, ein starkes Stück öffentlich-rechtlicher Rundfunk. Wir freuen uns über diesen Erfolg!"

Der dok.film "Der Ball ist rund" zeigt die Folgen der Globalisierung an einem einzigen Schauplatz: Nach einer pakistanischen Legende ist der Ball nicht nur rund, sondern auch eine "Goldene Kugel", eine "Gola Zareen". Die Filmemacher Christian Krönes und Florian Weigensamer haben im Nordosten Pakistans die heimliche Welthauptstadt des Fußballs besucht: Sialkot. 50.000 Arbeiter nähen hier pro Jahr ca. 40 Millionen Bälle mit der Hand. Das Geschäft, das vor mehr als 100 Jahren mit der Herstellung von Bällen, Hockey- und Cricketschlägern für die britischen Kolonialherren begann, boomte jahrzehntelang und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für ganz Pakistan. Jetzt droht Gefahr durch wachsende Konkurrenz: Billigbälle aus China werden immer besser und Hightech-Produkte aus Thailand immer günstiger.

Finalist Awards für zwei ORF-Spielfilme: ORF/Sat.1-Zweiteiler "Vermisst - Alexandra Walch, 17" und ORF/ZDF-Drama "Die Hebamme"

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis: "Zwei Elemente sind Voraussetzung für diese internationale Anerkennung: Guterzählte und inhaltlich relevante Geschichten und Investition in hohe Produktionsstandards. Mit thematisch beliebigen Tralala-Filmen und gerade noch akzeptablem Production Value kann man das nicht erreichen. Auch nicht beim Publikum. So hingegen bestätigt sich der Weg des ORF: Mutige Themen mit Ecken und Kanten und sichtbare Qualität in der Produktion!"

Sie wollte ausgehen, möglichst lange feiern und spät nach Hause kommen. Doch Alexandra Walch, 17, kam nicht mehr nach Hause. Auf einmal war sie spurlos verschwunden. Die Eltern sind krank vor Sorge - hätten sie Alexandra erst gar nicht fortgehen lassen sollen? Wie viele Freiheiten soll man seinen Kindern geben? In packenden 180 Fernsehminuten machen sich die besorgten Eltern, gespielt von Ann-Kathrin Kramer und Richy Müller, sowie das Kommissarenduo Hary Prinz und Julia Koschitz im zweiteiligen ORF/Sat.1-Thriller "Vermisst - Alexandra Walch, 17" auf die Suche nach dem Teenager (Emilia Schüle). Das Drehbuch, das auf der spanischen Serie "Desaparecida" basiert, stammt von Agnes Pluch und Andreas Prochaska, der auch für die Regie verantwortlich zeichnet. "Vermisst - Alexandra Walch, 17" erhielt bereits im Rahmen des 25. TV-Festivals FIPA eine Auszeichnung und war für den Prix Europa 2011 nominiert. "Vermisst - Alexandra Walch, 17" ist eine Koproduktion von MR-Film, ORF und Sat.1, hergestellt von MR-Film mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria, dem Land Niederösterreich und dem Filmfonds Wien.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gerät "Die Hebamme" Rosa (Brigitte Hobmeier) im gleichnamigen historischen ORF/ZDF-Drama in einen existenziellen Konflikt mit der über Jahrhunderte tradierten Hebammenkunst und den Interessen der katholischen Kirche sowie der männlich dominierten Geburtsmedizin ihrer Zeit. Bereits im Mai 2011 wurde "Die Hebamme" mit dem Fernsehpreis der Erwachsenenbildung sowie 2012 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet und war als "Bester Fernsehfilm" für den Deutschen Fernsehpreis 2011 nominiert. An Hobmeiers Seite spielen weiters Misel Maticevic, Pippa Galli, Caroline Ebner, Johanna Bittenbinder, Florian Brückner, August Zirner sowie die Österreicher Karl Fischer, Maria Hofstätter und Doris Plörer. Regie führte Dagmar Hirtz nach einem Drehbuch von Peter Probst. "Die Hebamme - Auf Leben und Tod" ist eine Produktion der Roxy Film GmbH in Koproduktion mit SK Film, ORF und ZDF, gefördert durch FFF Bayern, Fernsehfonds Austria und Cine Tirol.

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