Staatssekretär Kurz begrüßt Nationalratsbeschluss zur verbesserten Berufsanerkennung von Akademikern aus Drittstaaten

Integration funktioniert durch Leistung: Leistung ermöglichen, Leistung fordern und Leistung anerkennen!

Wien (OTS) - Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz begrüßt den heutigen Beschluss des Nationalrats zur verbesserten Berufsanerkennung von Akademikern aus Drittstaaten, wie das Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle erarbeitet hat. Es geht um mehr Information, verbessertes Service und kürzere Verfahren für Nostrifizierungswerberinnen und -werber. "Integration funktioniert durch Leistung. Diese Leistung muss man zunächst möglich machen. Dann kann man sie einfordern, und wenn sie einmal erbracht wurde, dann muss man diese Leistung auch anerkennen. Wer im Ausland eine gute Ausbildung gemacht hat, der soll bei uns nicht Taxi fahren müssen", betonte Kurz. "Wir nutzen damit künftig verstärkt vorhandenes Potenzial."

Viele Menschen mit Migrationshintergrund haben in ihren früheren Heimatländern akademische Abschlüsse erworben, finden in der Privatwirtschaft aber keine adäquate Stelle, weil die Unternehmen ihre Qualifikation nicht einschätzen können bzw. werden in reglementierten Berufen nicht tätig, weil sie die dafür notwendige Nostrifizierung nicht machen. Zahlen bestätigen, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund der Probleme in Beschäftigungsverhältnissen stehen, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen: Nur jede/r dritte Akademiker/in, der/die im Ausland eine Ausbildung erworben hat, lässt sich diese in Österreich anerkennen. Mehr als ein Viertel der im Ausland geborenen Beschäftigten ist überqualifiziert.

Das von Wissenschaftsminister Töchterle erarbeitete Fünf-Punkte-Programm wird die Anerkennung/Nostrifizierung von Abschlüssen von Akademiker/innen aus Drittstaaten erleichtern.

Unter "Nostrifizierung" versteht man die vollständige Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses durch eine österreichische Universität. Dabei wird das ausländische Studienprogramm mit dem entsprechenden inländischen Studium verglichen. Fehlende Teile, die in Österreich für das Studium essenziell sind, müssen nachgeholt werden. Die Nostrifizierung ist für jene Bewerber/innen notwendig, die einen gesetzlich reglementierten Beruf (z.B. Arzt/Ärztin, Lehrer/in, Zivilingenieur/in, Rechtsanwalt/wältin) ausüben möchten und nicht ohnehin bereits das Berufsrecht aufgrund des EU-Rechts haben.

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