ASFINAG: Innovative Wege bei der Ausschreibung von Bauleistungen

Funktionales Modell erstmals bei der A 5 Nord Autobahn

Wien (OTS) - Mit dem Modell der Funktionalen Ausschreibung beschreitet die ASFINAG neue Wege bei der Abwicklung von Bauvorhaben. So soll die Detailplanung nicht durch die ASFINAG, sondern durch das ausführende Unternehmen erfolgen und gemeinsam mit den Herstellern von Baustoffen und Baumaterialien vermehrt neue Technologien eingesetzt werden. In weiterer Folge werden Aspekte der baulichen Erhaltung den errichtenden Unternehmen übertragen. Durch diese frühzeitige Bündelung von Know-how und der verstärkten Verantwortung des Auftragnehmers erwartet sich die ASFINAG Vorteile bei den Lebenszykluskosten und eine verbesserte Bestandsdauer von Neubaustrecken. Die Finanzierung verbleibt weitgehend bei der ASFINAG.

Im Rahmen der üblichen Bauvergabe wird eine Straße durch die ASFINAG geplant und für die Bauherstellung im Detail vorgegeben. Die im Rahmen einer Ausschreibung bestellte Baufirma errichtet das "Werk" und übergibt es an die ASFINAG. Auf diese Weise wurden über 2.000 km Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich errichtet.

Mit dem Modell "PPP Ostregion" wurde die Beteiligung Privater in Österreich auch im hochrangigen Straßennetz begonnen und dabei internationalen Standards gefolgt. Dem Konzessionär wurden Finanzierung, Planung, Errichtung, bauliche und betriebliche Erhaltung für 30 Jahre übertragen. Für die ASFINAG fielen Ausgaben erst an, als der Bau abgeschlossen war und Mauteinnahmen lukriert wurden.

Die ASFINAG kann Fremdkapital anders als bei der Finanzierung durch Private zu besonders günstigen Konditionen aufnehmen. So verbleibt die Finanzierung künftig weitgehend bei der ASFINAG. Der gewichtige Vorteil der entsteht, wenn Baufirmen und innovative Produkthersteller bereits in der Detailplanung mitarbeiten und Lebenszykluskosten optimiert werden können, soll aber genutzt werden.

Dieses neue Beschaffungsmodell nennt sich "Funktionale Ausschreibung". Es wird erstmals bei der A 5 Nord Autobahn im Abschnitt Schrick bis Poysbrunn (Baubeginn 2013) angewendet und geht im April 2012 in die entscheidende Phase des Verhandlungsverfahrens - die an der Ausschreibung teilnehmenden Unternehmen sind nun zur Legung eines Angebotes eingeladen.

Die ASFINAG plant künftig auch weitere Strecken nach diesem Modell auszuschreiben. Für die bauliche Erhaltung soll für einen Zeitraum von 25 Jahren das ausführende Unternehmen zuständig sein. Damit wird unter anderem ein Anreiz geschaffen, mit hoher Qualität zu bauen. Der Betrieb dieses Abschnittes soll zum größten Teil im Verantwortungsbereich der ASFINAG verbleiben - die Beauftragung von notwendigen Einzelleistungen, wie Mäharbeiten, Winterdienst etc. wird gesondert erfolgen.

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