Industrie begrüßt EU-Initiative in Richtung Flexicurity und Senkung der Arbeitszusatzkosten

IV-VGS Koren: EU-Beschäftigungpaket skizziert positive Ansätze zur Arbeitsmarktstärkung - Arbeitszeit-Flexibilisierung und Arbeitszusatzkosten-Senkung unverzichtbar

Wien (OTS/PdI) - "Das von der EU-Kommission vorgeschlagene Beschäftigungspaket "Towards a jobs-rich recovery" enthält eine Reihe von positiven Ansätzen zur Stärkung der Beschäftigung in Europa", sagte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Peter Koren. Die Lohnnebenkostenbelastung in Österreich liege im internationalen Spitzenfeld, daher sei die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Reduktion der Arbeitszusatzkosten ein Gebot der Stunde. Österreich liege mit einer Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent (März 2012) im europäischen Vergleich zwar noch an bester Stelle: "Die mit dem Stabilitätsgesetz 2012 jüngst verankerten Anhebungen von Arbeitszusatzkosten - etwa durch die neue Auflösungsabgabe oder die Erhöhung der Höchstbemessungsgrundlage -und damit die Verteuerung des "Faktors Arbeit" sind ein negatives Signal für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Österreich", so Koren.

"In einem globalen Umfeld, das sich rasant ändert, müssen sich die österreichischen Unternehmen ständig anpassen. Dieser rasche Wandel setzt nicht nur einen steten Produktivitätsfortschritt der österreichischen Wirtschaft voraus, sondern erfordert insbesondere auch flexible Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt", betonte Koren. Die Industrie begrüße daher die von der EU-Kommission geforderte weitere Forcierung des Flexicurity-Konzepts. Insbesondere die vorgeschlagene Umsetzung von Modellen flexibler Arbeitszeitgestaltung durch Arbeitszeitkonten und Nutzung von Flexibilisierungsspielräumen seien "ein richtiger Ansatz und finden unsere Unterstützung".

Wenig sinnvoll wären hingegen europaweite Regelungen in der Lohnpolitik. "Löhne sind in Österreich traditionell Sache der jeweiligen Kollektivvertragspartner, die auch über die entsprechende Sachnähe und Kenntnis der Bedürfnisse der Branche verfügen. Hier braucht es keine europaweite Regelung", unterstrich Koren. Positiv wäre hingegen die verstärkte Nutzung von Instrumenten wie der Eingliederungsbeihilfe für bestimmte Zielgruppen. Die Industriellenvereinigung unterstütze zudem die Forderung der Kommission nach einer raschen Aufhebung der Beschränkung des Arbeitsmarktes für Staatsbürger aus Rumänien und Bulgarien. "Beides wäre durchwegs mit positiven Arbeitsmarkteffekten verbunden", so der Vize-Generalsekretär.

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