Bäderhygiene: BZÖ-Spadiut: "EU-Schildbürgerstreich wird zum Bauchfleck"

"Badegewässer in Österreich haben absolute Topqualität - daran ändern auch EU-Hinweistafeln nichts"

Wien (OTS) - Spätestens mit Beginn der Badesaison 2012 muss "ein Schildbürgerstreich der EU-Bürokraten an allen Badegewässern umgesetzt werden. Die Information der Badegäste über die Wasserqualität, ist grundsätzlich richtig, die vorgeschriebene Ausführung mittels Info-Tafeln ist aber EU-typisch - also ein Bauchfleck", kritisiert BZÖ-Gesundheitssprecher Dr. Wolfgang Spadiut. Über die Kosten dafür könne angesichts der vielen Bedagewässer in Österreich nicht einmal geschätzt werden, "die 100.000 Euro von Gesundheitsminister Stöger werden jedenfalls nicht wirklich ausreichen", so Spadiut. Dies ist auch Thema im morgigen Ausschuss.

"In Kärnten gibt es z.B. 1270 stehende Gewässer, rund 100 davon sind Seen. Das Salzkammergut lockt die Touristen mit 76 Seen, die Steiermark bietet 61 große Badeseen", rechnet Spadiut vor. Betroffen von der Regelung ist aber jedes Badegewässer mit öffentlichem Zugang, also auch jeder der speziell in Niederösterreich unzähligen Schotterteiche.

"Wo soll so eine Infotafel aufgestellt werden?", fragt Spadiut. Müsse etwa die ASFINAG schon auf der A4 eine Info-Tafel für den Neusiedler See aufstellen? Bei größeren Gewässern sei eine Information direkt an den vielen öffentlichen Badeplätzen auch außerhalb von Strandbädern praktisch nicht durchführbar, etwa bei der 20 Kilometer langen Donauinsel in Wien. "Es nützt ja nichts, wenn in Mörbisch informiert wird und ein Badegast in Podersdorf ins Wasser will. Auch ein Villacher wird kaum fast hundert Kilometer nach Klagenfurt fahren, bevor er daheim vor der Haustüre schwimmen geht", beschreibt Spadiut die absolut untaugliche EU-Verordnung.

"Die Badegewässer werden in Österreich ständig kontrolliert - und haben bis auf ganz seltene Ausnahmen absolute Topqualität. Daran ändern zum Glück auch EU-Hinweistafeln um hunderttausende Euro nichts. Die Information via Internet reich völlig aus, um den Menschen diese ausgezeichnete Qualität zu bestätigen", erinnert der BZÖ-Gesundheitssprecher.

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