Hilfswerk-GfK-Umfrage zeigt große Unsicherheit bei Kindererziehung und starken Wunsch nach Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten

Österreicher/innen wollen mehr Betreuungsangebote in den Ferien, flexiblere Öffnungszeiten bzw. Betreuungszeiten und mehr Unterstützung der Arbeitgeber

Wien (OTS) - Das Hilfswerk präsentierte heute, Montag, in Wien die Ergebnisse einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von Fessel/GfK zu den Themen Kinderbetreuung und Kindererziehung in Österreich.

Die Ergebnisse im Überblick:

70% der befragten Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahre meinen, dass Kindererziehung heute schwieriger ist als früher. Personen mit Kindern unter 15 Jahren im Haushalt stimmen bezüglich Schwierigkeit der Kindererziehung signifikant stärker zu. Je geringer das Einkommen, umso höher ist die Zustimmung bezüglich Schwierigkeit der Kindererziehung. Personen mit Migrationshintergrund stimmen bezüglich Schwierigkeit der Kindererziehung signifikant stärker zu als Personen ohne Migrationshintergrund.

82% der Befragten wollen mehr und erschwingliche Betreuungsangebote in den Ferien, 84% wollen mehr Betreuungsangebote in der Nähe des Wohnorts, 78% wollen mehr zeitlich flexiblere Kinderbetreuungsangebote bzw. bessere Öffnungszeiten, 82% wollen mehr Betreuungsangebote in der Nähe des Arbeitsplatzes, 72% sind der Meinung, dass der Arbeitgeber bei der Kinderbetreuung mehr Unterstützung leisten sollte.

"Der geäußerte Bedarf am Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten ist insgesamt sehr hoch", sagt Hilfswerk-Präsident Othmar Karas. "Der Zusammenhang zwischen Problemen bei der Kindererziehung und einem unzureichenden Kinderbetreuungsangebot ist signifikant. Die öffentliche Hand muss hier mehr Unterstützung für die Eltern leisten!", so Karas.

Die Kinderbetreuungsexpertin Martina Genser-Medlitsch ist überzeugt, dass auch die Erziehungskompetenz und die Erziehungspartnerschaft gestärkt werden müssen: "Bildung und Beratung unterstützen Eltern sehr, dazu sollte die psychosoziale Arbeit an den Schulen aufgewertet werden. Private Träger könnten bei der präventiven Jugendarbeit und bei Stärkung der außerschulischen Jugendarbeit wertvolle Arbeit leisten", so Genser-Medlitsch. "Die Öffentliche Hand könnte den Kindern, den Eltern und der Allgemeinheit viel Geld sparen, wenn sie mehr Unterstützung für die Familien bei der Kinderbetreuung und Erziehung leisten würde", so Karas abschließend.

Die heutige Pressekonferenz des Hilfswerks war auch der Start zur Hilfswerk Jahresinitiative "Kinder fördern. Eltern helfen.", die ein umfassendes Servicepaket mit Hotline, Beratung, Information und einer Fülle von Materialien bietet. Ein Schwerpunkt liegt beim Thema Erziehung. Dazu wurde ein neuer Ratgeber vorgestellt. Das Servicepaket mit dem Ratgeber wird gratis bei der Hilfswerk Family Tour gratis telefonisch bestellt werden kann (Tel. 0800 800 820).

Die Partner der Hilfswerk Jahresinitiative "Kinder fördern. Eltern helfen." sind s Versicherung, s Bausparkasse, Erste Bank und Sparkassen. Außerdem wird die Hilfswerk Jahresinitiative unterstützt von Neuroth, MyPhone und Apomedica. Die Partner des Hilfswerk Fachschwerpunktes rund um Kinder, Eltern und Erziehung "Leben. Lernen. Wachsen." sind Wiener Städtische sowie kika und Leiner.

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