Mayer: Hundert Prozent Unterstützung für pädagogische Empfehlungen der Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens

Besonderer Ausschuss diskutiert heute Forderungen des Bildungsvolksbegehrens

Wien (OTS/SK) - "Zu hundert Prozent unterstützen wir die Empfehlungen der Initiatoren des Volksbegehrens zu den pädagogischen Schwerpunkten, die heute im Besonderen Ausschuss zum Bildungsvolksbegehren debattiert werden. Wir diskutieren heute auch, was wir in diesem Bereich noch tun müssen und was noch nicht umgesetzt wurde", erklärte SPÖ-Bildungssprecher und Vorsitzender des Besonderen Ausschusses zum Volksbegehren Bildungsinitiative, Elmar Mayer, am Montag am Rande des Ausschusses. Mayer betonte, dass Bildungsministerin Claudia Schmied mit ihrer Reform des Schulwesens bereits eine tiefgreifende Modernisierung des Bildungssystems begonnen habe. Zudem habe das Bildungsvolksbegehren bereits viel bewirkt, "das muss sich aber fortsetzen", so Mayer. ****

Empfohlen werde von den Initiatoren des Volksbegehrens unter anderem die Förderung von Talenten mit Zusatzangeboten aus den Bereichen Sprache, Musik, Sport, Theater, aber auch Handwerk, Wirtschaft, Recht und Naturwissenschaften. Des Weiteren ein freies, selbständiges und kreatives Lernen ohne das enge Korsett des Fächerkanons und der 50-Minuten-Stunden sowie das Gebot der Jahrgangsklassen. Auch werden von den Volksbegehrensinitiatoren Rahmenbedingungen gefordert, damit die 75.000 Jugendlichen ohne Schulabschluss, Ausbildung und Beruf, die es derzeit in Österreich gibt, schnell eine Möglichkeit zum Nachholen von Abschlüssen und zum Einstieg ins Berufsleben erhalten.

Zudem sollte die echte, verschränkte Ganztagsschule in Form einer Regelschule österreichweit eingeführt werden. Denn sie ermögliche ein breites Angebot sowie interdisziplinären und fächerübergreifenden Unterricht. Damit werde auch Nachhilfe weitgehend überflüssig, da die Arbeit in der Schulzeit erledigt werde, und durch die bessere Förderung ergebe sich automatisch eine Reduktion des "Sitzenbleibens". Ein weiterer Punkt sei die Inklusive Schule für alle bis zum Ende der Schulpflicht, um Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu erreichen.

"Das deckt sich vollständig mit unseren Zielen", so der SPÖ-Bildungssprecher und betonte einmal mehr, wie wichtig die Frühförderung schon im Kleinkindalter sei, besonders in der Muttersprache und Deutsch, denn "was im frühen Alter versäumt wurde, kann die Schule kaum mehr beheben". (Schluss) ah/sl

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