LR Ragger: Mehr Kärntner bekommen Wohnbauförderung

Die demnächst ins Haus stehende Mietensteigerung muss entschärft werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Für ein Problem muss laut Wohnbaureferent
LR Christian Ragger im Laufe dieses Jahres eine Lösung gefunden werden, nämlich die steigenden Mieten. "In Anbetracht der Teuerungswelle bei Treibstoffen oder Lebensmitteln ist es sozialpolitisch wichtiger denn je, den Mietzins so gering wie möglich zu halten. Wir arbeiten an einem Entlastungspaket, damit diese nun ins Haus stehenden Erhöhungen reduziert werden und wir Mieterinnen und Mieter unterstützen können", kündigte Ragger heute, Montag, an. Die Landesregierung habe vor 20 Jahren ein Gesetz beschlossen, demzufolge die Mieten im 21. Jahr aufgrund einer abrupten Anhebung der Rückzahlungen um bis zu 30 Prozent steigen. "Hier haben uns unsere Vorgänger ein schwieriges Erbe hinterlassen. Wir arbeiten an Modellen, dass diese überfallsartigen Steigerungen reduziert werden", sagte Ragger.

Dieses Problem stellte sich u.a. jetzt bei Wohnungen der BUWOG/Immofinanz in Villach. "Das Land hält für diese Wohnanlage eine Möglichkeit parat, damit die Steigerung dieser Mieten durch eine Verlängerung der Laufzeit der Baukredite reduziert wird. Leider weigerte sich die Immofinanz als Vermieter bisher, dieses Angebot des Landes anzunehmen. Leidtragende sind die Mieter", erklärte Ragger. Er appelliert an die Immofinanz, an einer Lösung im Sinne der Mieter mit zu arbeiten. Die Profitinteressen der Immobiliengesellschaft - dass das Wohnbauförderungsdarlehen rasch ausläuft, damit sie die Wohnungen verkaufen kann - dürfen nicht zu Lasten der Mieter gehen, meinte Ragger.

In Kärnten sei die Wohnbauförderung ein wichtiges Instrument, um den sozialen Ausgleich zu gewährleisten. Aus diesem Grund wurde das Budget in den letzten Jahren dafür ausgeweitet. "Heuer wendet das Land Kärnten dafür knapp 150 Millionen auf", teilte Ragger mit. Durch eine Gesetzesänderung wurde auch erreicht, dass mehr Kärntner eine Förderung für ihr Haus oder ihre Wohnung bekommen. Denn die Einkommensgrenzen zur Erlangung einer Wohnbauförderung wurden angehoben. Die Novellierung brachte auch eine höhere Förderung für Jungfamilien, wenn sie ein Eigenheim errichten oder sich eine Eigentumswohnung anschaffen. Als Jungfamilien gelten Ehepaare, die beide unter 35 Jahre sind bzw. Alleinerzieher mit Kindern.

Verbesserungen gab es auch für junge Leute. Die Wohnbeihilfe für 18- bis 25-Jährige, die ihre erste eigene Wohnung beziehen, wird um einen Startzuschuss angehoben. Auch unterhaltsberechtigte Kinder (z.B. Lehrlinge, Studenten), die nicht im Haushalt der Eltern wohnen, erhalten zukünftig eine pauschalierte Beihilfe.

Kärnten nimmt auch eine Vorreiterfunktion bei der Vergabe von geförderten Wohnungen ein. "Ausländer, welche eine geförderte Wohnung mieten oder erwerben wollen, müssen in Kärnten Deutschkenntnisse nachweisen. Das gilt sowohl für noch neu Zuwandernde als auch für die bereits Eingewanderten. Das Beherrschen und Erlernen unserer Sprache ist eine unerlässliche Grundvoraussetzung für eine geregelte Migrationspolitik", bekräftigte Ragger.
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