BZÖ-Bucher: Griechische Notenbank schüttet 100 Millionen Gewinn aus

Wien (OTS) - "Griechenland hängt am finanziellen Infusionstropf
der EURO-Staaten und muss mit hunderten Milliarden vor der Staatspleite gerettet werden, aber die teilprivatisierte griechische Notenbank Bank of Greece schüttet laut ihrer Internetseite rund 100 Millionen Euro an die Aktionäre aus. Eine Verhöhnung, wenn man bedenkt, wie welche gewaltigen Milliardenschulden die Athener Notenbank bei den europäischen Notenbanken hat", macht heute BZÖ-CHef Klubobmann Josef Bucher aufmerksam.

Die griechische Notenbank hat trotz Krise 2011 einen Profit erwirtschaftet. Trotz hoher Risiken, die durch die Unterstützung der heimischen Banken entstanden sind, will die Bank of Greece laut ihrer Internetseite insgesamt 96,6 Millionen Euro ausschütten, schreibt Spiegel Online. Das wird insbesondere die privaten Anteilseigner der Athener Notenbank freuen, die eine Dividende von 83 Cent brutto je Aktie erhalten sollen. Dies will der Vorstand der Notenbank auf der für den 24. April angekündigten Jahreshauptversammlung vorschlagen. Abzüglich der Kapitalertragssteuer bleibt den Investoren ein ordentlicher Nettogewinn von 67 Cent je Anteilsschein. Da die Aktien derzeit zu einem Preis von etwa 14 Euro pro Stück an der Athener Börse gehandelt werden, kommen die Investoren auf eine sehr gute Dividendenrendite von 4,8 Prozent. Von den 96,6 Millionen Euro, die die Notenbank für 2011 als Gewinn ausweist, gehen laut Bilanz 80 Millionen an die griechische Regierung. 13,3 Millionen Euro fließen als Dividende an die Aktionäre - darunter wiederum auch der Staat -, der Rest sind Steuern.

BZÖ-Chef Bucher kritisiert die Gewinnausschüttung massiv: "Die Bank of Greece hat sich über das Zahlungssystem Target2 bis Ende 2011 mit mehr als hundert Milliarden Euro bei den Notenbanken der 16 übrigen Euro-Länder verschuldet. Anstatt den Europäischen Notenbanken die Schulden zurückzuzahlen, schüttet die griechische Notenbank lieber einen Gewinn aus. Das ist wieder einmal eine Verhöhnung Europas. Österreichs Steuerzahler haben genug gezahlt an Griechen, die Solidarität nur als Einbahnstraße verstehen. Das BZÖ fordert einen sofortigen Zahlungsstopp an Griechenland und die Rückkehr der Griechen zur Drachme", so Bucher.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0002