Währungsunion war Thema im Europa-Ausschuss des Landtages

Nationalbank-Gouverneur Nowotny nahm zu aktueller Entwicklung Stellung - LTP Mennel: Reformen und strenge Haushaltsdisziplin führen aus der Schuldenfalle

Bregenz (OTS/VLK) - Der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank (OeNB), Ewald Nowotny, nahm am Freitag (13. April) im Europa-Ausschuss des Vorarlberger Landtages zur aktuellen Entwicklung in der Währungsunion Stellung. Der Euro sei eine stabile Währung, problematisch hingegen wären die hohen Staatsschulden, betonte Nowotny im Montfortsaal des Landhauses in Bregenz.

Die globale Wachstumsdynamik verlangsamt sich im Jahr 2012 und der Refinanzierungsbedarf der Staaten und Banken wird auch in diesem Jahr erheblich sein, prognostizierte Nationalbank-Gouverneur Nowotny in seinen Ausführungen. Aus diesem Grund müssten die Staaten bestrebt sein, die Konsolidierungspfade nicht zu verlassen und Reformen tatkräftig umzusetzen. Zugleich betonte Nowotny, dass der Euro die an eine Währung zu stellenden Anforderungen bisher ausgezeichnet erfüllt hätte. Österreich habe von der Mitgliedschaft im Euro massiv profitiert, erklärte der Nationalbank-Gouverneur vor dem Europaausschuss des Vorarlberger Landtages. In einer regen Diskussion beantwortete der Finanzexperte anschließend zahlreiche Fragen der Abgeordneten.

Landtagspräsidentin und Vorsitzende des Europaausschusses, Bernadette Mennel, hielt fest, dass es ihr ein Anliegen sei, dass die Mitglieder des Europaausschusses aus erster Hand Informationen zur Situation des Euro und der europäischen Wirtschaft erhalten. "Es ist im heutigen Referat einmal mehr deutlich geworden, dass nur Reformen und strenge Haushaltsdisziplin einen Weg aus der Schuldenfalle darstellen können", so Mennel. Vorarlberg habe in der Vergangenheit gezeigt, dass dieser Weg gangbar sei. Sie freut sich auch, dass mit Nationalbank-Gouverneur Nowotny nach Außenminister Spindelegger in diesem Jahr schon zwei höchstrangige Auskunftspersonen den Abgeordneten zur Verfügung gestanden sind. "Dies bringt auch die Wertschätzung dieser Persönlichkeiten gegenüber dem Vorarlberger Landtag zum Ausdruck", sagte LTP Mennel.

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