"Thema" am 16. April: Österreicher soll Vater von 600 Kindern sein

Sohn David Gollancz im "Thema"-Exklusivinterview

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in "Thema" am Montag, dem 16. April 2012, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Zu Tode gehungert

Mit einem "Hungerstreik" wollte Michelle Moreno die Freilassung ihres Stiefvaters Hansjörg B. erzwingen. Vor wenigen Tagen ist die 25-jährige Grazerin an ihrer Magersucht gestorben. Sie selbst hatte ihren Stiefvater vor fünfeinhalb Jahren wegen Vergewaltigung in Haft gebracht. Zwei Monate vor ihrem Tod widerrief die junge Frau ihre Aussage noch einmal - in einem Video, aufgenommen von ihrer Anwältin. Der Antrag auf Wideraufnahme des Prozesses läuft. "Hansjörg hat ihr verziehen - Michelle ist für nichts gestorben", sagt ihre Mutter. Christian Zechner berichtet über die Hintergründe der tragischen Familiengeschichte.

Vater von 600 Kindern?

Es ist ein ganz besonderer Weltrekord: Der Österreicher Bertold Wiesner, der in den 1940er Jahren in London eine Fruchtbarkeitsklinik gegründet hatte, ist vermutlich Vater von 600 Kindern. Offenbar ist er aus Mangel an Samenspendern selbst eingesprungen, um Frauen aus aller Welt ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Zwei seiner Söhne sind ihm durch Zufall auf die Spur gekommen - jetzt wollen sie ihre geschätzten 598 Halbgeschwister finden. "Unser Vater hat das Leben genossen und die Idee, jede Menge Kinder zu zeugen, hat ihm wohl gefallen. Warum sollte das unmoralisch sein", sagt der Londoner Anwalt David Gollancz im "Thema"-Exklusivinterview. Heute sind die Samenspenden strikt reglementiert. "Man tut was Gutes und der Bedarf ist da", erzählt ein 32-Jähriger, der sich damit ein Taschengeld verdient. Evelyn S. hat sich so ihren Wunsch nach einer Familie erfüllt. Ihre drei Kinder stammen aus der Samenbank. Eine Reportage von Gudrun Kampelmüller, Martina Wolf und Bettina Madlener.

So wie du bist - erfolgreich trotz Down-Syndrom

Der ORF-Film "So wie du bist" (bis zu 745.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren am 11. April via ORF 2 dabei) hat Menschen mit Down-Syndrom in den Blickpunkt gerückt und bei Publikum und Kritikern großes Echo ausgelöst. Wie ist das "wirkliche Leben" dieser Menschen? Lilli Kopecky hat das Down-Syndrom - und einen Hochschullabschluss. Seit kurzem hat die Niederösterreicherin ihr Zertifikat für einen dreijährigen Lehrgang über kommunale Bildung in Händen. "Die Arbeit hat mir sehr viel Freude gemacht, und ich will weiterlernen, mein Leben lang", strahlt sie. Als Lilli Kopecky vor 50 Jahren geboren wurde, hätte sich das wohl niemand vorstellen können. "Die Kinder wurden versteckt, es hat geheißen, sie sind Vollidioten", erzählt ihre Mutter. Doch sie und ihr Mann hörten auf die wenigen Experten, die damals schon für Förderung plädierten. Heute zweifelt kaum mehr jemand daran, dass auch Menschen mit Down-Syndrom große Talente haben, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Nur der Arbeitsmarkt hinkt hinterher. Rike Fochler hat Menschen mit Down-Syndrom getroffen, die zeigen, was in ihnen steckt und was sie auf ihrem Weg in die Eigenständigkeit behindert.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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