vida/GPA-djp: "Realitätsfern ist es, den Beschäftigten ihren Anteil am Erfolg zu verweigern!"

Betriebsversammlungen, um die Betroffenen über die stockenden KV-Verhandlungen für Hotel- und Gastgewerbe zu informieren

Wien (OTS/ÖGB) - "Wenn bei den gerade laufenden Kollektivvertragsverhandlungen für das Hotel- und Gastgewerbe jemand realitätsfremd agiert, dann sind es die VertreterInnen der Arbeitgeber: Anders lässt sich die Vorgangsweise, die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.450 Euro totzuschweigen und stattdessen ständig gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass wir den Tourismusstandort schwächen wollen, nicht interpretieren", kommentieren die beiden Verhandlungsführer der Gewerkschaften vida und GPA-djp, Rudolf Komaromy und Alfred Gajdosik. Der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKÖ freute sich heute Vormittag einmal mehr darüber, dass der Tourismus ein Jobmotor ist, jede Statistik beweist, dass das Hotel- und Gastgewerbe eine florierende Branche ist, Nächtigungszahlen und Umsätze steigen: "Das ist natürlich der Verdienst der rund 200.000 Beschäftigten. Realitätsfern wäre es, ihnen ihren Anteil am Erfolg zu verweigern!"

Die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.450 Euro bleibe selbstverständlich aufrecht. "Wir haben heute mehr als 100 BetriebsrätInnen bei einer Konferenz in Wien über den Stand der Verhandlungen informiert, das Entsetzen der KollegInnen über die Vorgangsweise der Arbeitgeberseite ist groß", berichten Komaromy und Gajdosik: "Es wurde einstimmig beschlossen, die Betroffenen in den Betrieben vor Ort darüber zu informieren, wie wenig ihren Chefs ihre Arbeit offensichtlich wert ist. Das Angebot für eine Lohn- bzw. Gehaltserhöhung liegt bei gerade einmal 2,4 Prozent, also deutlich unter der Inflationsrate und allen anderen Branchenabschlüssen." Schon vor der dritten Verhandlungsrunde am 23. April werden erste Betriebsversammlungen stattfinden. "Uns geht es keinesfalls darum, die Branche schlechtzumachen", so Komaromy und Gajdosik abschließend:
"Der aktuelle Mindestlohn liegt bei 1.205 Euro, das aktuelle Mindestgehalt bei 1.208 Euro. Uns geht es darum, die Branche zu fördern durch motivierte Beschäftigte, die nicht mehr unterbezahlt sind und die nicht mehr trotz Vollbeschäftigung an der Armutsgrenze leben. Wir wollen ein Einkommen, mit dem die Beschäftigten auskommen, und dass die Leistungen, die unter schwierigen Bedingungen erbracht werden, endlich angemessen honoriert werden - dafür kämpfen wir Seite an Seite mit den BetriebsrätInnen, die uns heute ihre Solidarität versichert haben!"

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