Greenpeace zu Atomförderung: Wenn nötig, österreichische Klage wegen verbotener Beihilfe

EU-Kommission muss Zeichen setzen und Atomförderung unterbinden

Wien (OTS) - Greenpeace spricht sich vehement gegen eine Subventionierung von Atomenergie, über welche die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, aus. Sollten Großbritannien, Frankreich, Tschechien und Polen an ihren Plänen festhalten, die Atomkraft mittels Förderungen für Kraftwerke oder Strom zu unterstützen, ruft Greenpeace die österreichische Bundesregierung auf, wegen verbotener Beihilfe zu klagen. "Was wir hier sehen können, ist der verzweifelte Kampf der Atomlobby, um im Wettbewerb mit Ökoenergie bestehen zu können", so Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Wir erwarten von der EU-Kommission, hier schnell deutlich zu machen, dass es keine Atomförderung geben wird. Tut sie das nicht, dann muss die österreichische Bundesregierung wegen verbotener Beihilfe klagen."

Durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie kommt es immer öfter vor, dass am Energiemarkt große Mengen an billigem Strom verfügbar sind. Atomkraftwerke, die nicht flexibel auf diese Schwankungen reagieren können, haben es so immer schwerer sich am Strommarkt zu behaupten. Dieser Trend wird sich durch den Ökostromausbau in den nächsten Jahren noch verstärken, was die die Finanzierung von neuen Reaktoren noch schwieriger machen wird. Daher bemühen sich die Kraftwerksbetreiber jetzt um fixe Stromvergütungen. "Österreich darf diese Vorgehensweise nicht akzeptieren. Der Beschluss eines Atomstrom-Importstopps beim Anti-Atomgipfel am kommenden Montag würde die Glaubwürdigkeit Österreichs hierbei noch stärken", so Westerhof abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Greenpeace CEE
DI Jurrien Westerhof, Energiesprecher Greenpeace
Tel.: 0664 6126704
Melanie Beran, Pressesprecherin Greenpeace
Tel.: 0664 6126718
melanie.beran@greenpeace.at
www.greenpeace.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0002