Hilde Hawlicek wird 70 - Pensionistenverband würdigt "herausragendes bildungs-, kultur- und europapolitisches Wirken"

Wien (OTS/SK) - Dr. Hilde Hawlicek, langjährige SPÖ-Abgeordnete, Bundesministerin, EU-Parlamentarierin und heute noch als Vizepräsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs aktiv, begeht am 14. April ihren 70. Geburtstag. Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha würdigt aus diesem Anlass Hawliceks "herausragendes, nachhaltiges bildungs-, kultur- und europapolitisches Wirken". Besonders hob Blecha am Freitag Hawliceks Offenheit hervor, die gepaart sei mit besonderer Treue zu den sozialdemokratischen Grundwerten. ****

Als Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport in den Jahren 1987 bis 1990 erreichte sie nachhaltige Reformen, wie beispielsweise die vollkommene Chancengleichheit für Mädchen durch die Aufhebung der Geschlechterrollen, die Zulassung von Mädchen in allen Schultypen und die Abschaffung der "Mädchen-Oberschulen", der "Mädchen"-Handarbeit sowie Einführung von Hauswirtschaft und Ernährungslehre für Mädchen UND Burschen. Durch das in ihrer Ära beschlossene Minderheitenschulgesetz wurden zweisprachige Volksschulen möglich, in den Berufsschulen wurde der englische Sprachunterricht eingeführt. Neue Unterrichtsprinzipien und -inhalte wurden implementiert:
Wahlpflichtfächer, ganztägige Schulformen, politische Bildung, Umwelterziehung und Sexualerziehung (Stichwort: "Sexkoffer").

Auch und vor allem im Kunst- und Kulturbereich setzte Hawlicek Meilensteine: Sie hielt trotz heftigster Widerstände an "Heldenplatz" - DEM kulturpolitischen Aufreger schlechthin - fest, ermöglichte mit Mortier für die Zeit nach Karajan eine neue, erfolgreiche Ära in Salzburg, und in Bregenz konnte mit neuen Finanzstrukturen der Durchbruch als große Festspiele erreicht werden. Besonderes Anliegen waren Hawlicek aber die "kleinen" Künstler und Bühnen. Ihre Existenzsicherung durch die Verbesserung bzw. Einführung von Künstler-Sozialleistungen (z.B. Karenzgeld für Künsterlinnen) und der Ausbau der Fördertöpfe in allen Sparten sowie die Bundesförderung der Kulturinitiativen sind bis heute ein Erfolgsmodell und bilden das Fundament für Österreichs Ruf als Kulturnation.

Politisch engagierte sich "das Arbeiterkind" Hawlicek bereits als Jugendliche im VSM (Verband sozialistischer Mittelschüler), wo sie Heinz Fischer und Karl Blecha kennenlernte, später im VSStÖ (Verband Sozialistischer Studenten Österreichs) bzw. in der SJ (Sozialistische Jugend). Mit Beginn der Regierung Kreisky zog sie 1971 ins Parlament ein, zuerst als Bundesrätin, dann als Abgeordnete zum Nationalrat. Mit der Unterbrechung als Ministerin gehörte die Floridsdorferin ein Vierteljahrhundert dem Hohen Haus an (bis 1990). Nach dem EU-Beitritt Österreichs war Hawlicek Mitglied des Europaparlaments, von 1995 bis 1999 als (erste) Delegationsleiterin.

Noch heute ist Hawlicek ganz in ihrem Metier: PVÖ-Präsident Karl Blecha holte sie 1999 als Vizepräsidentin zum Pensionistenverband Österreichs. Dort baute sie die "Europäische Seniorenorganisation" (ESO) auf, deren erste (ehrenamtliche) Generalsekretärin sie wurde. Kaum ein Tag vergeht jedoch ohne Ausstellungs- oder Theaterbesuch:
Hawlicek organisiert spezielle Führungen für die Mitglieder des Pensionistenverbandes in den Wiener Museen und Ausstellungen.

Kommenden Montag, am 16.April 2012, überreicht Unterrichtsministerin Claudia Schmied ihrer Vorgängerin das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse" (Schluss) ah/bj

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