Windbüchler-Souschill: Kinder- und Jugendhilfegesetz braucht Rechtsanspruch

Betreuung von Jugendlichen bis 21 gewährleisten

Wien (OTS) - "Eine nachhaltige Modernisierung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ist ein wichtiger Schritt um Kinder und Jugendliche zu schützen und zu begleiten. Dafür braucht es aber Rahmenbedingungen, die genau das ermöglichen", fordert die Kinder-und Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill. Sie ist überzeugt davon, dass der Bund hier tatsächlich eine nachhaltige Novellierung des alten Gesetzes zum Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleisten kann.

"Das wichtige Vier-Augen-Prinzip muss einen Rechtsanspruch haben. Nur dann ist 100 prozentig gewährleistet, dass alle Kinder auch ausreichend unterstützt und geschützt werden können", meint Windbüchler-Souschill. Darüber hinaus wurde bisher die Betreuung von Kinder und Jugendlichen mit 18 Jahren beendet. "Das ist nicht zielführend. Die Betreuung der Jugendlichen muss bis 21 gewährleistet werden", fordert Windbüchler-Souschill.

"Das Aufgabenspektrum für die Jugendwohlfahrt wird immer breiter. Daher braucht es auch hier genügend finanzielle und personelle Ressourcen", meint Windbüchler-Souschill. Aus diesem Grund sollte es über die Bundesländergrenzen hinweg eine Person geben, die für Qualitätsstandards, Analyse und Berichterstattung an das Parlament zuständig ist. "Nur so kann auch für die Politik klar ersichtlich werden, wo es fehlt und in welchem Bereich nachjustiert werden muss."

Da die Breite und Intensität der Arbeit in der Jugendwohlfahrt von politischer Seite oft gar nicht gesehen werden kann, fordert Windbüchler-Souschill den zuständigen Minister auf, in diesem Fall breit zu diskutieren. "Es ist wichtig, die ExpertInnen der Jugendwohlfahrt und der Kinderrechte nicht nur schriftlich durch Stellungnahmen einzubinden, sondern vor allem auch persönlich. Minister Mitterlehner soll sich die Chance nicht nehmen, hier die Erfahrungen und die alltägliche Arbeit der Betroffenen des Gesetzes zu hören", meint die Grüne Kinder- und Jugendsprecherin. Sie fordert eine breite inhaltliche Debatte zum Kinder- und Jugendhilfegesetz, entweder als Hearing im parlamentarischen Ausschuss oder in Form von runden Tischen mit ExpertInnen und den JugendsprecherInnen der Parteien.

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