ORF III erinnert an die Vertreibung der Kärntner Slowenen und feiert mit "Nabucco" und "Gianni Schicchi" Leo Nuccis 70. Geburtstag

Am 14. und 15. April im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information stellt am Samstag, dem 14. April 2012, mit Catherine Destivelle eine der weltbesten Alpinistinnen in den Mittelpunkt und zeigt ein beeindruckendes Porträt, das Schwindelfreiheit voraussetzt. Anlässlich des 70. Jahrestages der Vertreibung von Kärntner Slowenen erinnert ORF III Kultur und Information an die damaligen Begebenheiten, lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und hinterfragt die Hintergründe dieses Feindbildes. Liegt der Ursprung bereits im Zerfall der Donaumonarchie? Im Anschluss öffnen Gerhard Bronner, Peter Wehle, Johann Sklenka, Kurt Sobotka, Edith Leyrer, Peter Frick, Gerhard Steffen und Erich Frank "Das Zeitventil" und sorgen mit ihrem bunten Potpourri an unschlagbaren Parodien für ein Abendprogramm der Sonderklasse.

Am Sonntag, dem 15. April 2012 dreht sich alles um den charismatischen Italiener Leo Nucci. Anlässlich seines 70. Geburtstages präsentiert ORF III Kultur und Information den Starbariton in Giuseppe Verdis "Nabucco" sowie in Giacomo Puccinis "Gianni Schicchi" jeweils in der Titelrolle.

Samstag, 14. April 2012

Unser Österreich "Land der Berge: Catherine, die Große" (19.30 Uhr)

"Früh übt sich, wer hoch hinaus will!" Die französische Alpinistin Catherine Destivelle begann bereits im Alter von elf Jahren, intensiv für den Klettersport zu trainieren. 14 Jahre später gewann die gebürtige Algerierin den Sport-Roccia-Kletterwettkampf im italienischen Bardonecchia, womit sie zu einer der beherrschenden Figuren des Frauen-Wettkampfkletterns wurde. Selbst ein schwerer Unfall in der Antarktis im Jahr 1996 konnte die ehrgeizige Sportlerin nicht aufhalten. Dass der Titel ihrer Biografie "Solo durch große Wände" lautet, kommt eben nicht von ungefähr: Catherine Destivelle gelang im Jahr 1999 die Solodurchsteigung der klettertechnisch schwierigsten und steilsten Nordwand der Alpen. Mit nur teilweiser Selbstsicherung durchstieg sie die Große-Zinne-Nordwand auf der Hasse-Brandler-Führe. Nachdem es sie aus der Kletterhalle in die Berge gezogen hat, gelangen ihr auch dort die extremsten Touren. ORF III Kultur und Information zeigt ein außergewöhnliches "Land der Berge"-Porträt über eine der besten Bergsteigerinnen weltweit.

zeit.geschichte: "Vertrieben als Slowenen" (20.15 Uhr)

Nachdem im Jahr 1941 auf Anordnung Heinrich Himmlers die Umsiedlung der Kanaltaler nach Kärnten, Oberkrain und das Mießtal festgelegt worden war, begann am 14. April 1942 die Aussiedlung von rund 300 slowenischen Familien. Anlässlich des 70. Jahrestages dieser unmenschlichen Vertreibung erinnert sich ORF III Kultur und Information an das Schicksal der Kärntner Slowenen, die anfänglich mit Lastwagen in ein Sammellager und anschließend in deutsche Nazilager gebracht wurden. Zwangsarbeit und die Ungewissheit über ihr weiteres Leben prägten deren Alltag. ORF III beschreibt in der Dokumentation "Vertrieben als Slowenen" die damaligen Ereignisse und lässt Zeitzeugen zu Wort kommen.
Zu diesem Thema zeigt auch ORF 2 am Sonntag, dem 15. April, um 13.05 Uhr die "Heimat, fremde Heimat"-Doku "Schatten des Leids - 70 Jahre nach der Aussiedlung der Kärntner Slowenen".

zeit.geschichte: "Kampf um Kärnten - Von der Volksabstimmung zum Ortstafelkonflikt" (21.05 Uhr)

Zahlreiche Ereignisse und politische Entwicklungen haben ihre Wurzeln in den Jahren 1918 bis1920. ORF III Kultur und Information analysiert nicht nur die historischen Ereignisse, sondern schlägt einen Bogen in die Gegenwart: Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg, Vertreibung der slowenischsprachigen Bevölkerung sowie der Ortstafelsturm in den 70er Jahren: Immer wieder tauchen die alten Feindbilder auf. Peter Liskas Dokumentation versucht anhand persönlicher Lebensgeschichten und der historischen Entwicklung nachzuvollziehen, wie aus dem Freiheitskampf von einst ein verkrampftes Miteinander werden konnte und warum mehr als 56 Jahre nach der Unterzeichnung des Staatsvertrags vergehen mussten, um den Ortstafelstreit in Kärnten offiziell beizulegen.

Kult.reloaded: "Das Zeitventil: Das aktuelle Fernsehbrettl" (21.55 Uhr)

Wenn Johann Sklenka und Erich Frank beim Schachspiel der skurrilen Frage auf den Grund gehen, ob Österreicher vielleicht doch Deutsche sind, ein Song über den Nationalfeiertag zum Schmunzeln bringt, die Einführung der Fünf-Tage-Woche im Hotel- und Gastgewerbe in die Mangel genommen wird, die Beatles-Frisur als neuer Reißer gilt und sowohl Straßensängern als auch Politikern ein neues Image verpassen soll, zwei Landwirte über künstliche und natürliche Düngung debattieren und Gerhard Bronner den "Frühlingsstimmenwalzer" von Johann Strauß zum Besten gibt, öffnet ORF III Kultur und Information "Das Zeitventil" und lässt Parodien freien Lauf.

Sonntag, 15. April 2012

Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Recital Leo Nucci" (18.20 Uhr)

In Zusammenarbeit mit nahezu allen bedeutenden Dirigenten wie Herbert von Karajan oder Zubin Mehta sorgt der italienische Opernsänger Leo Nucci nunmehr seit über 40 Jahren für Begeisterung. Anlässlich seines 70. Geburtstages widmet ORF III Kultur und Information dem Jubilar einen besonderen "Erlebnis.Bühne"-Sonntag und zeigt Nucci bei einem grandiosen Auftritt an der Mailänder Scala. Der Starbariton singt die berühmtesten Arien seines umfangreichen Repertoires. Nicht nur Rossini, Donizetti, Verdi und Puccini hätten ihre Freude damit, auch das Publikum darf gespannt sein.

Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Nabucco" (20.15 Uhr)

Im Hauptabend brilliert der charmante Italiener als Nabucco in Giuseppe Verdis gleichnamiger Oper, in deren Mittelpunkt die Befreiung des jüdischen Volkes aus der babylonischen Gefangenschaft sowie die Hybris des Titelhelden stehen. Nachdem sich Nabucco selbst zum alleinigen König und Gott machen will, den die Leute bis in alle Ewigkeit anbeten sollen, wird er von seinem eigenen Wahnsinn geschlagen und festgenommen. In seiner Verzweiflung betet er zu Jehova, dem Gott der Hebräer. Ob der wahnsinnig gewordene Nabucco schließlich zur Vernunft kommt, was seine Tochter Fenena damit zu tun hat und wie es ihm gelingt, dem jüdischen Volk die Freiheit zu schenken, stellen Leo Nucci, Fabio Sartori und Nina Surguladze in der kolossalen Arena di Verona zur Schau. Als Dirigent brilliert der in Israel geborene Daniel Oren.
Erlebnis.Bühne mit Barbara Rett: "Gianni Schicchi" (22.30 Uhr)

Im Anschluss begeistert Leo Nucci an der Seite von Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. ORF III Kultur und Information zeigt mit Giacomo Puccinis "Gianni Schicchi" eine der humorigsten Opern, die je geschrieben worden sind. Wenn sich alles um den Tod eines Familienoberhauptes und dessen Hinterlassenschaft dreht, der Verstorbene seinen Besitz wenig zur Freude seiner Verwandtschaft einem Kloster vermacht und das Testament dennoch zugunsten Gianni Schicchis ausfällt, scheint einiges nicht mit rechten Dingen abzulaufen. Erbschleicherei hin oder her, der strahlende Sieger steht fest.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0005