100 Jahre nach dem Untergang der Titanic: "dok.film"-Doku "Inside the Titanic" und 3sat-Thementag "Auf hoher See" am 15. April

"Newton"-Experiment am 14. April

Wien (OTS) - Am Sonntag, dem 15. April 2012, und damit exakt am
100. Jahrestag des Untergangs der Titanic, zeigt ORF 2 im Rahmen von "dok.film" um 23.00 Uhr das ultimative Doku-Drama "Inside the Titanic - Countdown zum Untergang", produziert für die BBC - die wahre Geschichte der Katastrophe, nachgezeichnet anhand von Originalgerichtsakten, Dokumenten und Zeugenaussagen. Die Dokumentation von Graham Booth und Richard Dale folgt dem Hauptgegner der Titanic in ihren letzten zweieinhalb Stunden: dem Wasser. Ebenfalls am Sonntag sind im Rahmen des 3sat-Thementages "Auf hoher See" u. a. die ORF/3sat-Dokumentation "Schräglage - Das Drama um die Costa Concordia" um 19.45 Uhr und der bewegende Spielfilm "Der Untergang der Titanic" um 20.15 Uhr zu sehen. Bereits am Samstag, dem 14. April, widmet sich "Newton" um 18.25 Uhr in ORF eins dem Buch "Titanic - Mit Physik in den Untergang" und versucht die Tragödie im Experiment nachzustellen. Auch ORF.at wird sich in seinen Beiträgen dem 100. Jahrestag ausführlich widmen.

"dok.film: Inside the Titanic - Countdown zum Untergang" (Sonntag, 15. April 2012, 23.00 Uhr, ORF 2)

"Die stärkste Maschine der Welt hat nicht gereicht, um gegen das Meer zu bestehen. Das Wasser hat die Titanic besiegt - es war ihr Tod." Das sagte Fred Barrett im Sommer 1912 in New York aus. Der 28-jährige Brite war Chefheizer auf der Titanic, als es zur berühmtesten Havarie der Welt kam. "Inside the Titanic" stellt seine und andere Zeugenaussagen packend nach. Auf ganz neue Weise rückt das Doku-Drama die zerstörerische Kraft des Wassers in den Fokus. Nachgestellte Szenen zeigen den Kampf der Passagiere gegen die tödliche Macht des Ozeans. Eine computeranimierte Darstellung erklärt, durch welche Konstruktionsfehler das Schiff überhaupt in nur zweieinhalb Stunden sinken konnte und mehr als 1.500 Passagiere und Besatzungsmitglieder in den Tod riss. "In diesem Doku-Drama mischen sich zwei Erzählformen: Nachgestellte, dramatisierte Spielszenen wechseln ab mit einem dokumentarischen Erzähler.

Im Sommer 1912, nach dem Untergang der Titanic im Nordatlantik, wurden mehr als hundert Überlebende bei den offiziellen Untersuchungen des Unglücks in New York und London angehört. Aus ihren Aussagen ergibt sich ein realistisches und zugleich dramatisches Bild einzelner Schicksale in den letzten Stunden vor dem Untergang. Sie berichten von Pannen und Unverständnis bei der Evakuierung, von Leben und Sterben, von Rettung in letzter Sekunde und von heldenhafter Aufopferung. Es wird in den Gerichtsakten klar, dass ein entscheidender Konstruktionsfehler dafür verantwortlich war, dass das als unsinkbar gepriesene Schiff dem Zusammenprall mit dem Eisberg nicht standhalten konnte.

Die Querschotten, die den Rumpf der Titanic in 15 Sektionen unterteilten und somit das komplette Volllaufen des Schiffs verhindern sollten, reichten nicht bis hinauf zum Hauptdeck, sie waren mehrere Meter zu niedrig. Nachdem einzelne Abteilungen vollgelaufen waren, konnte das Wasser daher im Schiffsrumpf über die Schotten laufen und die benachbarten Sektionen ebenfalls fluten. Unter den mehr als 1.500 Opfern der Schiffskatastrophe befand sich auch der Konstrukteur.

3sat-Thementag "Auf hoher See" (Sonntag, 15. April 2012, ab 6.00 Uhr)

Das Unglück der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste im Jänner 2012 hat es wieder gezeigt: Traumschiffe können schnell zu Alptraumschiffen werden, auch 100 Jahre nach dem katastrophalen Untergang der Titanic. Das größte Unglück der modernen Seefahrt, bei dem am 15. April 1912 mehr als 1.500 Menschen ihr Leben verloren, ist Anlass für einen unter Federführung des ORF gestalteten 3sat-Thementag mit Dokumentationen, Reportagen und Spielfilmen rund um Schiffe und Schiffsreisen - denn trotz aller Gefahren scheint die Faszination, die die Seefahrt auf die Menschen ausübt, ungebrochen.

Ulla Haider dokumentiert in "Schräglage - Das Drama um die Costa Concordia" um 19.45 Uhr chronologisch den Ablauf einer vermeidbaren Katastrophe, die am 13. Jänner 2012 die Welt schockierte und an das fast genau 100 Jahre zurückliegende wohl schrecklichste Schifffahrtsunglück, an den Untergang der Titanic, erinnert. Eines der größten, luxuriösesten und teuersten Kreuzfahrtschiffe der Welt fährt viel zu nahe und viel zu schnell an die toskanische Insel Giglio heran. Es rammt einen Felsen, gerät in Schräglage, läuft auf Grund und die Schiffsbesatzung reagiert viel zu langsam, um die Rettungsaktion einzuleiten. Das sind die Fakten der verhängnisvollen sogenannten "Verbeugung" der Costa Concordia unter der Führung von Kapitän Francesco Schettino. Er wollte mit seinem Luxusschiff Verwandte, Freunde und Touristen auf der Insel Giglio grüßen und beeindrucken. Und auch ein bisschen Werbung machen für die unter der amerikanischen Flagge fahrende Kreuzfahrtflotte Costa. Mehr als 3.000 Passagiere sind in Panik, mehr als 1.000 Besatzungsmitglieder sind unsicher, wie sie sich verhalten sollen - am Ende der Tragödie bleiben 34 Tote und die Gefahr einer riesigen Umweltverschmutzung. War es Leichtsinn oder Wahnsinn, so nahe an die Insel heranzufahren? War es Unverantwortlichkeit oder gewissenhafte Ruhe, die Rettungsaktionen so spät einzuleiten? War es Feigheit oder Intelligenz des Kapitäns, das Schiff als einer der Ersten zu verlassen, um die Evakuierung zu koordinieren?

Um 20.15 Uhr steht Jean Negulescos Spielfilm "Der Untergang der Titanic" aus dem Jahr 1953 u. a. mit Clifton Webb, Barbara Stanwyck, Audrey Dalton und Robert Wagner auf dem Programm: Am 10. April 1912 startete der gewaltige 46.000-Tonnen-Luxusdampfer Titanic seine Jungfernfahrt über den Atlantik. An Bord des Schiffsriesen befindet sich auch Familie Sturges. Zwischen den Ehegatten hängt schon lange der Haussegen schief. Richard Sturges hat es nur im letzten Moment verhindern können, dass seine Frau ihn verlässt. Er erfährt von ihr, dass sein abgöttisch geliebter Sohn Norman nicht sein Kind ist. Da geschieht die Katastrophe. Die Titanic kollidiert in der Nacht zum 15. April 1912 mit einem Eisberg und beginnt zu sinken. Panik entsteht auf dem Schiff, es sind viel zu wenige Rettungsboote vorhanden. Richard bleibt mit Norman, wie die meisten Männer, an Bord, während sich seine Frau und seine Tochter retten können.

Mit historischem Filmmaterial, Fotos und aufwendig gedrehten Spielszenen rekonstruiert "Die Helden der Titanic" um 21.50 Uhr die bewegende Rettungsaktion tief im Innern der Titanic. 1985 entdeckte Robert Ballard das Wrack der Titanic und wurde damit berühmt. Für die Dokumentation "Mythos Titanic" (22.35 Uhr) von Trace Barry und Peter Schnall kehrt er zum Fundort zurück, um mit Hilfe neuester Kameratechniken erneut in die Tiefe vorzudringen.

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