20 Jahre Jungbauern in Österreich - Obmannwechsel: Kast folgt Köstinger

Die Zukunft beginnt jetzt: "Jungbauern als moderne Unternehmer positionieren"

Wien (OTS) - Die Österreichische Jungbauernschaft - Bauernbund Jugend feierte gestern im Wiener Palais Auersperg ihr 20-Jahr-Jubiläum. Vor den 300 geladenen Gästen des Geburtstagsevents zog Elisabeth Köstinger, Bundesobfrau seit 2007, Bilanz über eine 20-jährige Erfolgsgeschichte: "In die Themenentwicklung der jungen Landwirtschaft sind, dank der Kraft und des Einsatzes unserer Funktionäre, in den vergangenen zwei Jahrzehnten starke Impulse und ungeheuer viel Engagement geflossen. Die Anliegen der jungen Landwirtschaft sind im politischen Kanon des Bauernbundes inzwischen fix verankert. Wir haben uns mit Initiativen und Aktivitäten wie dem Innovationspreis, dem Tag der Jungen Landwirtschaft, unserem Weiterbildungsprogramm EDUCA oder auch der Teilnahme beim 'Vienna City Marathon' Gehör und Respekt verschafft und nachhaltige Perspektiven für uns Junge erarbeitet, vertreten und erkämpft."

Köstinger will sich ab sofort mit aller Kraft ihrer Aufgabe als EU-Parlamentarierin widmen und übergibt den Jungbauern-Chefsessel an den 28-jährigen Burgenländer Stefan Kast. Kast, schon bisher Vize von Köstinger, sieht die Schwerpunkte seiner Arbeit bei der Entwicklung von Konzepten für den ländlichen Raum, bei der immer besseren Ausbildung für junge Landwirte und modernem Unternehmertum, beim Thema Hofübername, bei genossenschaftlichen Strukturen, die den Bauern Kooperation und Markteintritt erleichtern, und nicht zuletzt bei der intensiven Zusammenarbeit mit dem Bauernbund. "Mein zentrales Anliegen ist es, die Jungbauern als moderne Unternehmer zu positionieren und das Image der Landwirtschaft positiv zu besetzen", so der frischgewählte Obmann.

Positiver Imagewandel und Zukunftsaktie Jungbauernschaft

Als Ehrengäste und Gratulanten konnten Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich, Bauernbund-Präsident Jakob Auer, Integrationsstaatssekretär und JVP-Obmann Sebastian Kurz, Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner, Landesrat Andreas Liegenfeld, Bauernbund-Direktor Johannes Abentung sowie LKÖ-Präsident Gerhard Wlodkowski begrüßt werden. In seiner Grußrede betonte Berlakovich den positiven Imagefaktor der Jungbauernschaft: "68% der Jugendlichen am Land sehen heute der Zukunft positiv entgegen. Dazu hat die Österreichische Jungbauernschaft massiv beigetragen. Die Jungbäuerinnen und Jungbauern haben in den vergangenen 20 Jahren eine erfolgreiche Arbeit geleistet und ein reales, zeitgemäßes und modernes Bild einer zukunftsorientierten österreichischen 'Jungen Landwirtschaft' vermittelt."

Berufsstolz, Ausbildung und organisches Wachstum

Bauernbund-Präsident Jakob Auer bot den jungen Bäuerinnen und Bauern Orientierungshilfe für unternehmerisch herausfordernde Zeiten an: "Drei Dinge möchte ich den jungen Landwirten mit auf den Zukunftsweg geben - kümmert euch um eine erstklassige Ausbildung, seid stolz auf einen Beruf, der unternehmerische Tätigkeit mit relativer Freiheit verbindet und lasst euren Betrieb langsam und organisch wachsen - solides Eigenkapital ist heutzutage wichtiger als Prestigeinvestitionen."

JVP-Obmann Sebastian Kurz verwies auf die Solidarität und Kooperation zwischen den bürgerlichen Jugendorganisationen: "In der Zusammenschau von Stadt und Land sind wir Jungen besonders stark. Elisabeth Köstinger hat mit viel Verve die Anliegen der jungen Landbevölkerung in der Politik verankert. Ich freue mich, dieses Netzwerk mit Stefan Kast an der Spitze zu verstärken und auszubauen."

"In den vergangenen 20 Jahren hat die Österreichische Jungbauernschaft einen wertvollen Beitrag zur Wahrnehmung der heimischen Landwirtschaft geleistet. Lagerhaus ist seit vielen Jahren ein Partner der Österreichischen Jungbauern bei vielen Projekten, die sich vor allem mit der Bildung und Förderung junger Bäuerinnen und Bauern beschäftigen", gratulierte RWA (Raiffeisen Ware Austria)-Vorstandsvorsitzender Klaus Buchleitner, der die Partnerschaft auch in Zukunft fortsetzen will.

Auf den wichtigen gesellschaftlichen Auftrag der jungen Bäuerinnen und Bauern verwies Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung: "Die Österreichische Jungbauernschaft als eine junge Minderheit in der Bevölkerung trägt die besondere Verantwortung, die Versorgung mit täglich frischen, regionalen Lebensmitten zu sichern." Weinberger verspricht, die Jungbauernschaft auch in Zukunft bei Naturkatastrophenschäden trotz Klimawandel bestmöglich zu begleiten.

Medizin-Genetiker und Buchautor Markus Hengstschläger ("Die Durchschnittsfalle") begründete in seiner Festrede, warum herausstechende Individualität der einzig zugkräftige Motor ist, um Zukunftsfragen zu lösen. Individualität müsse überall gefördert werden - im Elternhaus genauso wie in der Politik.
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