FPÖ-Mölzer: Spanien, der nächste Akt der Euro-Tragödie

Pleite Spaniens hätte für gesamte Euro-Zone gravierende Folgen - EU-Establishment soll nicht Lage beschönigen, sondern Vorbereitungen für rasche Teilung der Euro-Zone treffen

Wien (OTS) - Spanien entwickle sich zum nächsten Akt der Euro-Tragödie, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Das spanische Budgetdefizit hat 2011 mit 8,5 Prozent griechische Dimensionen erreicht, die Arbeitslosigkeit ist rekordverdächtig hoch und ob Spanien heuer auf den internationalen Kapitalmärkten jene 29 Milliarden Euro, die es zur Schuldentilgung braucht, zu vernünftigen Zinsen aufnehmen kann, steht in den Sternen", erklärte Mölzer.

Deshalb werde es immer wahrscheinlicher, so der freiheitliche EU-Mandatar, dass Spanien das nächste Euro-Land sein werde, welches Unterstützung durch den Euro-Rettungsschirm EFSF benötigt. "Allerdings ist Spanien aufgrund seiner Größe und Wirtschaftskraft ein wesentlich größerer Brocken als Griechenland, Irland oder Portugal. Und sollte Spanien in Richtung Pleite schlittern, wären die Folgen gravierend - sowohl für andere angeschlagene Euro-Länder wie Spanien, als auch für die Euro-Zone insgesamt", warnte Mölzer.

Um zu verhindern, dass Spanien die gesamte Euro-Zone und damit auch Länder wie Österreich und Deutschland mit in den Abgrund reiße, müsse, wie der freiheitliche Europaabgeordnete forderte, endlich ein "Plan B" entwickelt werden. "Das EU-Establishment muss aufhören, die Lage zu beschönigen und den Bürgern Beruhigungspillen zu verabreichen. Vielmehr sind endlich die dringend notwendigen Vorbereitungen für eine rasche Teilung der Euro-Zone zu treffen", schloss Mölzer.

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